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Als ich Mitte 2004 mit der
Planung unserer zweiten Reise nach „Aussie“ beginne, wird mir sofort bewusst,
die Routenfindung wird weitaus schwieriger als bei unserem ersten Trip in 2003.
Auch dieses Mal wollen wir die Motorräder in Sydney übernehmen und dann entlang
der Südküste, an Melbourne vorbei auf die Great Ocean Road bis Apollo Bay und
durchs Landesinnere über Ballarat zurück nach Melbourne. Von dort mit der Fähre
für einige Tage nach Tasmanien dann wieder über Melbourne in die Blue Mountains
und zurück nach Sydney.
Also, schon beim ersten Studium der Landkarten sehe ich, die Straßen sind nicht
gerade Bikerfreundlich. Die kleinen kurvigen Straßen, die direkt an die Küste
führen, sind häufig nur Stichstraßen oder enden nach 20/30km wieder am HWY Nr.
1. Denn der Princess Hwy verläuft fast schnurgerade parallel zur Küste, aber das
ist ja nicht unbedingt dass, was wir suchen. In den zahllosen Reiseberichten die
ich im Internet finde, wird die reizvolle Natur mit den diversen
Sehenswürdigkeiten beschrieben, aber die meisten Leute sind mit Wohnmobilen
unterwegs. Und da beginnt für mich die Schwierigkeit, dass mir diese ganzen
Informationen nicht richtig bei der Planung helfen. Denn wir benötigen für
Übernachtungen Motels/Hotels die in der Nähe von Restaurants liegen, sodass wir
abends zu Fuß zum Essen gehen können, und auch "einen" Wein trinken können.
Ich verbringe Wochen mit dem „ausgucken“ der vermeintlich richtigen
Routenführung und den jeweiligen Tagesstrecken. Natürlich möchte ich möglichst
viel von Land und Leuten sehen, aber ich möchte auch soviel als möglich Fahrspaß
auf dem Motorrad erleben, und das heißt, kleine geschwungene Straßen. Und ich
glaube, das ist auch unbedingt im Sinne meiner Mitreisenden.
Die Flüge mit Cathy
Pazifik und auch die Safari in den Kakadu NP habe ich über BOOMERANG Reisen HH
gebucht. Ja, und dann hat alles Überlegen und Planen ein Ende, am Mittwoch den
16.02.05 machen wir uns auf den Weg nach Frankfurt.
Aufgrund der schlechten Wettervorhersage (angeblich
Schneefall) fahren wir mit der DB, lieber hätte ich einen Leihwagen genommen,
denn so starten wir morgens 5:30 um gegen 12:00 Uhr endlich den Airport
Frankfurt zu erreichen. Da treffen wir dann auch auf Stefan und
Ulrike, die ja aus dem „weltbekannten“ Georgsmarienhütte kommen, und immer nur
etwa drei Stunden bis Frankfurt benötigen. „Bonsai“ hat, aus der Nähe von
Stuttgart kommend, die kürzeste Anreise. Nur leider hat die DB mal wieder
Verspätung, und so checken wir schon mal ein. Aber letztendlich trudelt Bonsai
dann doch noch früh genug ein. Der Flieger soll um 14:00 starten, Boardingtime
ist um 13:40. Innerlich bereite mich auf die 12stündige Sitzung bis Hongkong
vor, das ist ja eigentlich gar nicht so „lange“ . Um 14:30 stehen wir immer noch
am Gate in Frankfurt, da kommt dann eine Durchsage vom Flugkapitän: „Liebe
Fluggäste, leider haben wir ein kleines technisches Problem, unser Abflug
verzögerte sich um ca. 1 Stunde“ Sofort fällt mir ein, das kann uns in große
Schwierigkeiten bringen, denn um in Hongkong unseren Anschlussflug nach Sydney
zu bekommen haben wir nur eine Stunde Zeit. Aber gleichzeitig tröste ich mich
auch, denn die meisten der etwa 400 Flugzeuginsassen wollen sicher
Anschlussflüge erreichen, und 1 Stunde Verspätung holt so ein Flugzeug bestimmt
auf. Aber nach einer weiteren halben Stunde erneut die Durchsage des Käptens:
„Sehr geehrte Damen und Herren, bitte alles aussteigen, und vergessen Sie nicht
Ihr Handgepäck.

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