AUSTRALIEN 2005

die "Zweite"........
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gruebel,gruebel
 

 
16.2.2005 – 20.03.2005  

Als..

. . . . . . . ich Mitte 2004 mit der Planung unserer zweiten Reise nach „Aussie“ beginne, wird mir sofort bewusst, die Routenfindung wird weitaus schwieriger als bei unserem ersten Trip in 2003. Dieses Mal wollen wir die Motorräder wieder in Sydney übernehmen aber dann entlang der Südküste, auf die Great Ocean Road bis Apollo Bay und zurück durchs Landesinnere über Ballarat nach Melbourne. Um von  dort mit der Fähre für einige Tage nach Tasmanien zu fahren, um später über Melbourne in die Blue Mountains und zurück nach Sydney zu fahren!
Also, schon beim ersten Studium der Landkarten sehe ich, die Straßen sind nicht gerade Bikerfreundlich. Die  kurvigen Straßen, die direkt an die Küste führen, sind häufig nur Stichstraßen oder enden nach 20/30km wieder am HWY Nr. 1. Denn der Princess Hwy verläuft fast schnurgerade parallel zur Küste, aber das ist ja nicht unbedingt dass, was wir suchen. In den zahllosen Reiseberichten die ich im Internet finde, wird die reizvolle Natur mit den diversen Sehenswürdigkeiten beschrieben, aber die meisten Leute sind mit Wohnmobilen unterwegs. Und da beginnt für mich die Schwierigkeit, dass mir diese ganzen Informationen nicht richtig bei der Planung helfen.  Wir benötigen für Übernachtungen Motels/Hotels die in der Nähe von Restaurants liegen, sodass wir abends zu Fuß zum Essen gehen können, und auch "einen" Wein trinken können.
Ich verbringe Wochen mit dem „ausgucken“ der vermeintlich richtigen Routenführung und den jeweiligen Tagesstrecken. Natürlich möchte ich möglichst viel von Land und Leuten sehen, aber ich möchte auch soviel als möglich Fahrspaß auf dem Motorrad erleben, und das heißt, kleine geschwungene Straßen. Und ich glaube, das ist auch unbedingt im Sinne meiner Mitreisen

Die Flüge mit Cathy Pazifik und auch die Safari in den Kakadu NP habe ich über BOOMERANG Reisen HH gebucht. Ja, und dann hat alles Überlegen und Planen ein Ende, am Mittwoch den 16.02.05 machen wir uns auf den Weg nach Frankfurt. Aufgrund der schlechten Wettervorhersage (angeblich Schneefall) fahren wir mit der DB, denn so starten wir morgens 5:30 um gegen 12:00 Uhr endlich den Airport Frankfurt zu erreichen. Da treffen wir dann auch auf Stefan und Ulrike, die ja aus dem „weltbekannten“ Georgsmarienhütte kommen, und immer nur etwa drei Stunden bis Frankfurt benötigen. „Bonsai“ hat, aus der Nähe von Stuttgart kommend, die kürzeste Anreise. Nur leider hat die DB mal wieder Verspätung, und so checken wir schon mal ohne ihn ein. Der Flieger soll um 14:00 starten, Boardingtime ist um 13:40 Uhr. Innerlich bereite ich mich auf die 12stündige Sitzung bis Hongkong vor, das ist ja eigentlich gar nicht so „lange“ .
Um 14:30 stehen wir immer noch am Gate in Frankfurt, als  eine Durchsage vom Flugkapitän ertönt: „Liebe Fluggäste, leider haben wir ein kleines technisches Problem, unser Abflug verzögerte sich um ca. 1 Stunde“. Oh, oh, das kann uns in große Schwierigkeiten bringen, denn um in Hongkong unseren Anschlussflug nach Sydney zu bekommen, haben wir nur eine Stunde Zeit. Aber gleichzeitig tröste ich mich auch, denn die meisten der etwa 400 Flugzeuginsassen wollen sicher Anschlussflüge erreichen, und 1 Stunde Verspätung holt so ein Flugzeug bestimmt auf. Aber nach einer weiteren halben Stunde erneut die Durchsage des Käpten´s: „Sehr geehrte Damen und Herren, bitte alles aussteigen, und vergessen Sie nicht Ihr Handgepäck! Der Schaden an einem Hydrauliksystem ist doch größer als erwartet. In der Lobby erwartet Sie ein kleiner Imbiss“ Sehr ruhig und gesittet verlassen alle das Flugzeug, jeder ist sich im klaren, lieber jetzt den Schaden bemerken, als wie in der Luft. Und als ich den großen Ölfleck unter dem rechten Triebwerk sehe, rege ich mich nicht großartig darüber auf, dass wir unseren Anschlussflug in HK nun bestimmt nicht kriegen. Auf meine Frage wie es nun weiter geht, antwortet mir eine junge Frau von „Cathay“ freundlich: Machen Sie sich keine Gedanken, wir haben Hongkong über die Verspätung informiert, man wird alles dort regeln“. Das Bodenpersonal schafft kistenweise Getränke und Kaffee ran, in großen Bottichen schwimmen heiße Würstchen, so ist für den Moment für unser Wohl gesorgt. Aber natürlich frage ich mich, wie wird es weiter gehen, und auch als gegen 17:00 Uhr, mit nun dreistündiger Verspätung unser Flug Nr. CX 288 in Richtung Hongkong startet, bin ich nicht richtig beruhigt, denn unser Anschlussflug wird sicher nicht warten.

HongKong in Sicht

Fast zwölf Stunden später, im Anflug auf Lantau bin dich dann doch ganz relaxt, irgendwie werden wir schon weiter kommen, die Chinesen werden uns nicht dabehalten wollen, die haben ja genug Einwohner. So genieße und bestaune ich die Skyline von HK mit den unzähligen Hochhäusern. Der Flughafen befindet sich ja auf einer künstlichen Landzunge, ist also beidseitig von Wasser umgeben, und auf dem herrscht reges Treiben. Große chinesische Dschunken mit geblähten Segeln zwischen Fischerkähnen, Fähren, und PS-starken Motorbooten. Dazwischen dann auch noch Ruderkähne die von einer Person gesteuert werden. Wer in der Stadt keinen Platz findet, weicht anscheinend auf das Hafenbecken aus, es herrscht ein unglaublicher Trubel.
Als wir dann endlich das Flugzeug verlassen können umfängt mich absolute Ruhe. Auch die beiden kleinen Chinesinnen in ihren roten Uniformen begrüßen uns mit leiser Stimme. Und zwar so leise dass, ich schon glaube mich verhört zu haben, erst als sie mir mit freundlichem Lächeln den Voucher mit der Aufschrift AIRPORT HOTEL in die Hand, und  gleichzeitig  nach den anderen Teilnehmern unserer siebenköpfigen Reisegruppe fragt, begreife ich endlich, unser Weiterflug nach Sydney startet erst um 19:10, jetzt haben wir etwa 11:00 am (Ortszeit) Die Gutscheine berechtigen uns, Zimmer im Airport Hotel zu beziehen . So traben wir dann, mit unserem Handgepäck, durch lange, verglaste, Gänge zur Hotelrezeption. Hier tauschen wir den Voucher gegen Zimmerschlüssel, und einen Lunchgutschein bekommen wir auch noch. Für uns ist klar, schlafen hat macht keinen Sinn! In Windeseile beziehen wir die Zimmer, dann unter die Dusche, und damit sind die Lebensgeister wieder geweckt, unglaublich was kaltes Wasser bewirken kann!
Nach einer Stunde treffen wir uns in der Lobby. Zwei Rolltreppen tiefer finden wir nach einigem Suchen das Restaurant. Das dort aufgebaute umfangreiche Lunchbüfett bietet viele asiatische „Köstlichkeiten“ die ich nicht kenne. Und ich bin mir auch nicht so sicher dass ich sie kennen lernen muss. Aber schließlich werden wir alle satt, und auch das war eine aufregende Erfahrung. Ja, und dann beschließen wir, mit dem Airport Express Shuttle nach Kowloon zu fahren, einer der Stadtteile von HK, So hat auch Gerald und Kolja „außerplanmäßig“ die Chance einen kleinen Blick in diese unglaublich Stadt zu werfen. Wir hätten auch eine der zahlreichen Taxen nehmen können. Jetzt kommt uns „Alten“ natürlich zu Gute, dass wir schon einmal vor 11/2 Jahren hier gewesen sind. Fahrkarten kaufe ich bei einem netten Chinesen und bezahle mit Kreditkarte. Wir finden auch schnell die Rolltreppen die in die Oberstadt fahren.
Auch wenn ich es kaum glauben kann, aber es gibt doch die eine oder andere Baulücke, ich schätze 150qm im Grundmaß.Ja, und auf einer dieser „Lücken“ entsteht gerade ein neues Hochhaus. Ich frage mich wie es überhaupt gelungen ist, dort einen Kran zu installieren, denn schon die Straßen rundherum sind so eng, dass man maximal mit einem PKW durch fahren kann.  Wieder betrachte ich die unterschiedlichsten Lebensmittel in den engen Gassen vor der Tür oder auf den primitiven Marktständen mit großem Staunen. Und ich sehe auch wie Gerald und Kolja sich hin wieder schüttelnd abwenden. Und wenn Stefan dann auch noch besonders „delikate Kochrezepte“ von sich gibt, wird der Gruselfaktor stark erhöht. Jedenfalls ist der ungewollte Trip nach Hongkong wieder ein tolles Erlebnis!

HonKong

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