AUSTRALIEN 2006

die "Dritte"........
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gruebel,gruebel

Tasmanien


Na ja, spätestens beim einchecken nach Melbourne werden wir uns finden. Im Basement ist der Duty Free Verkauf. Goldschmuck in allen Varianten. Von ca.16US$ - 24US$ per Gramm aber meistens nicht mein Geschmack, zu Orientalisch. Bei vielen Dingen glaube ich, dass sie viel zu teuer sind.

Als wir mal wieder vor den zahlreichen Bildschirmen stehen um endlich zu erfahren von welchem Gate unser Flug nach Australien geht, sehe ich Bonsai. Einen erstaunlich schlanken Bonsai. Als er mir fröhlich grinsend erzählt, er wollte auch, wie Stefan im vergangenen Jahr, mal mit einer schlanken Gestalt "schocken" kann ich dann auch seine Figur "bewundern". Die Kilos sind wirklich gepurzelt! Nun versuchen wir gemeinsam auf den Anzeigetafeln unser Gate zu finden, es ist schon nach 9:00 unser Flug soll um 10:10 starten. Die arabischen Schriftzeichen sind lange Zeit auf den großen Monitoren sichtbar, die lateinischen nur einen kurzen Augenblick. Und von unserem Flug ist immer noch nichts zu sehen. Also reihe ich mich in die lange Schlange vor einem der Informationsschalter ein. Vor mir eine Frau in schwarzer Burka ihre Augen kann man nur ahnen. Wortlos hält sie dem fülligen Araber im Kaftan ihre Bordkarte hin. Seine kleinen dicken Finger mit breiten goldenen Ringen bearbeiten geschickt die Computertastatur. Er nennt ihr, ohne sie anzusehen, das entsprechende Gate. Auch mir sagt er, nach einem kurzen Tastendruck, ohne mich anzusehen, mit ausdruckslosem Gesicht die Gate Nummer.
Wir sind froh, als wir endlich im Flieger sind, auch wenn wir jetzt bis Melbourne 14 Stunden sitzen müssen. Mir kommt es gar nicht so lange vor, etwas Schlafen, etwas Essen, etwas Video gucken, und „schon" sind wir in Melbourne. Auf dem Weg zum Zoll fällt mir ein, ich glaube in meinem Rücksack habe ich noch eine Banane von Zuhause. Fieberhaft krame ich den ganzen Rucksack um, nichts zu finden. Ach denke ich, dann liegt sie wohl Zuhause auf dem Schrank, und wird schön schimmelig sein. Mit reinem Gewissen schiebe ich meinen Rucksack durch das Röntgengerät, dann meinen Helm. Hinter mir kommt Jürgen, der hat seinen Helm in einer Tasche, und als er die in den Tunnel schiebt, fällt es mir siedendheiß ein, da ist die Banane drin! Und im selben Augenblick bekommt der Zöllner auch schon dicke Backen und reißt die Tasche an sich. Das ist ein so komisches Bild, dass ich laut lachen muß. Als ich die Tasche öffne erkläre ich ihm, dass ich sehr dankbar dafür bin, dass er endlich meine Banane gefunden hat, ich habe sie schon die ganze Zeit gesucht. Grinsend fragt er mich, ob er sie entsorgen darf, oder ob ich einen Antrag auf Einreise stellen will, denn es ist nach wie vor verboten, Lebensmittel oder Obst einzuführen.
Die nächste Hürde haben wir bei der Passkontrolle, weil ich auf dem Laufzettel, den jeder Ankommende ausfüllen muss, Jürgens zweiten Vornamen nicht eingetragen habe, bekommt die nette Zöllnerin noch fast Ärger mit ihrem Vorgesetzten. Sie hat zu lange gebraucht um die Daten zu kontrollieren. Aber dann stehen wir endlich an der frischen Luft und halten nach einem größeren Taxi Ausschau, für unseren riesigen Gepäckberg. Es ist warm, die Sonne scheint, und der ganze Tag liegt noch vor uns. Es ist Mittwoch und gerade 8:30 Uhr. Allerdings hat die frühe Tageszeit auch einen Nachteil, denn als wir am BATMANNS Hill Hotel ankommen, ist leider nur ein Zimmer fertig. Aber so können wir wenigstens unser ganzes Gepäck schon mal loswerden, und da keiner von uns schlafen will, ist es dann auch egal. Das Hotel liegt mitten in der Stadt. Bei strahlend blauem Himmel unternehmen wir unseren ersten Erkundungsgang. Schon bald merke ich, Melbourne hat eine sehr großflächige Innenstadt. Durch den Yarra River, der sich quer durch die Stadt zieht gibt es eigentlich nicht so einen richtigen Stadtkern. Anders wie in Sydney, dort kann man wunderbar Down Town laufen, sind hier die Sehenswürdigkeiten auf das Stadtgebiet verteilt.


Melbourne und der Yarra River

Aber für uns sind die Sehenswürdigkeiten im Moment nicht so wichtig, wir wollen unsere lahmen Knochen bewegen, die Wärme und den Sonnenschein genießen, und einfach das Leben und Treiben um uns herum.
Wir kommen an einer großen Halle vorbei, in der wohl am Wochenende eine große Autoshow startet. Jedenfalls gibt es jede Menge Oldtimer zu bestaunen. In der Nähe ist auch ein Maritimes Museum, dort ist die „POLLY WOODSIDE" vertäut. Ein Dreimaster von 1885, der sechzehn Mal Kap Horn umsegelt hat. Es gäbe da sicher noch viele Sachen zu sehen, aber wir wollen nicht rein, das Wetter ist einfach zu schön. Wir laufen ein bisschen am Fluss entlang, kommen zu dem schönen alten Bahnhofsgebäude, der eher einem Palasthotel ähnelt. Dem gegenüber hat man ein modernes abstraktes Kulturmuseum errichtet. Na ja, die Schönheit städtebaulicher Architektur übersteigt manchmal meinen Horizont. Nachmittags trotten wir zurück zum Hotel, wir sind nun doch etwas groggy und entschließen uns zu einem 2-stündigen Mittagsschläfchen. Den Abend verbringen wir auf der Gartenterrasse bei leckerem Essen in einem Italienischen Restaurant am River. 
 


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