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Melbourne/Viktoria Market

Port Melbourne

Port
Arthur/Tasmanien
 Museumsdorf Ballarat Nordwestlich von Melbourne

The Moon Plain Südaustralien

Nobles EKZ mit schönem Mosaik
Boden

Fährbüro Spirit of Tasmania



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Ausgeruht und voll motiviert setzen wir am nächsten Morgen
unsere Erkundungstour fort.

Aber o Graus, es regnet wie aus Kannen.
 Wenn
es in Melbourne regnet ist der Himmelgenau so grau wie über Hamburg.
Wir laufen von einer Einkaufspassage in die Nächste. Gerald kauft sich eine
australische Telefonkarte von Vodafone für sein Handy, damit ist das
telefonieren nach Deutschland billiger. Er findet auch einen Optiker, übrigens
ein Schweizer, der ihm für 10$ sofort seine Sonnenbrille repariert. Obwohl,
heute braucht niemand eine Sonnenbrille, ein Regenschirm wäre nützlicher!
Später muss Gerald nochmals in den Telefonladen, irgendwie klappt es mit der
Technik nicht, sein Handy findet mit der neuen Karte kein Netz., oder er kann
keine Verbindung nach Deutschland bekommen.
Als der Regen gerade mal eine Pause macht, begeben wir uns auf den Weg zum Queen
Victoria Market. Und da wir auf die Tram verzichten, laufen wir mit dem
Stadtplan in der Hand kreuz und quer durch Melbourne. Uns fällt eine merkwürdige
Verkehrsregelung auf; an manchen Kreuzungen muss man sich vor dem
Rechtsabbiegen, ganz links am Straßenrand einordnen. Das heißt, man muss den
nachfolgenden Verkehr rechts an sich vorbeifahren lassen, und eben auch den
Gegenverkehr. In irgendeinem Travel guide habe ich schon über diese, nur in
Melbourne, geltende Regelung gelesen. Wir stehen staunend am Straßenrand, aber
den Vorteil dieses komplizierten Abbiegesystems kann keiner von uns begreifen.
 Unser Weg führt uns entlang am Royal Botanischen Garden, der jetzt bei dem
grauen Himmel nicht halb so schön wirkt wie am Tage vorher. Durch China Town
vorbei an diversen alten schön erhaltenen Häusern, aber eben auch viel neue
Architektur, in deren Glas-und Spiegelfassaden die grauen Wolken des Himmels
deutlich sichtbar sind.

Es ist doch ein ganzer Weg, bis wir endlich unser Ziel erreichen. Den lt. ADAC
Reiseführer größten Freiluftmarkt der Welt. Dort gibt es wirklich alles zu
kaufen. Fleisch ist erstaunlich billig. Die Schlachter stehen vor ihren
Verkaufsständen und preisen mit lauter Stimme in der Art eines Auktionators ihre
Waren an. Das Fisch-Angebot ist genauso vielfältig wie Obst und Gemüse. Es gibt
endlose Reihen mit T-Shirts, Jeans und den verrücktesten Klamotten. Man kann
sich da schon stundenlang aufhalten.
Zum Abend hat sich die Sonne dann doch wieder durchgesetzt, es ist zwar nicht so
warm wie am Tag vorher, aber wenigstens wieder trocken. Deshalb wollen wir an
unserem letzten Abend auch noch auf den Aussichtsturm direkt neben unserem
Hotel. Es gelingt, dem Kartenverkäufer zu vermitteln, dass wir „Seniors" sind,
und damit gibt es verbilligte Tickets. Allerdings habe ich keine Chance, für
Gerald eine „Kinderkarte" zu kaufen, der muss also den vollen „Adult" Preis von
8$ zahlen.
Der Ausblick, der sich uns bietet, ist schon grandios. Die knapp 4.Millionen
Einwohner sind über ein riesiges Areal verteilt.
 


Sicher hat die Stadt Melbourne auch ihre Reize, es ist eine gepflegte elegante
Stadt. Selten habe ich so viele topmodisch, gestylte Menschen wie in Melbourne
gesehen, aber trotzdem, Sydney gefällt mir besser!
Den Abend verbringen wir wieder am Yarra River, diesmal bei einem Griechen, dass
war leider nicht der Hit. Aber wir haben sowieso nicht so viel Zeit, denn es
heißt Tasche packen, am Morgen übernehmen wir die Motorräder bei GARNERS in der
Peel Street.
Für den Weg kommen wir mit einem normalen Taxi aus, unser Gepäck ist merklich
geschrumpft, dafür sind wir alle etwas „breiter" geworden. Oh, es ist schon
„kuschelig" warm! Und wie immer, bei den vorangegangen Reisen auch, die
Mietverträge für die Bikes sind nicht fertig, und das, obwohl ich unsere
gesamten Daten schon per Mail gesandt habe.
Also, Führerscheine rausfummeln national/international, Pässe, es dauert und
dauert.
Wir sind zwar absolut nicht in Eile, unsere Fähre nach Tasmanien fährt erst am
Abend, aber trotzdem finde ich die Abwicklung recht nervig. Wir verstauen unser
Gepäck, ein Teil passt in die Koffer, die
Rolle wird hinten aufgeschnallt. Denn
im Gegensatz zu unseren vorherigen Reisen müssen wir unser gesamte Habe
mitnehmen, wir geben die Motorräder ja in Adelaide ab. Die BMW GS1100 ist für
Bonsai absolutes Neuland, aber er gewöhnt sich ziemlich schnell. Mit ein
bisschen Verfahren und ein bisschen rumeiern, landen wir gegen 14:00 am
Fährhafen. Das Timing ist nicht so optimal, wir sind viel zu früh, aber wo
sollen wir noch hinfahren.
Durch die Stadt zu fahren bringt ja absolut keinen
Spaß, und um die Umgebung zu erkunden ist die Zeit dann wieder zu knapp. Mit
Mühe
können wir einen der Fährarbeiter überzeugen, dass wir unsere Bikes, runter
von den kostenpflichtigen Parkplätzen, auf das Hafengelände stellen dürfen.
Ich glaubte, dass es am Melbourne Port vielleicht eine Promenade mit Strandcafes
und ein bisschen „Leben" gibt. Aber nichts, es ist absolut nichts los! Nach
längerem suchen finden wir dann doch ein Cafe, zwar nicht mit Blick aufs Wasser,
aber mit leckerem Kuchen! Natürlich ist Tasmanien Thema Nummer eins. Wir
sprechen darüber, dass wir ja schon im vergangenen Jahr hier waren. Allerdings
war da unsere Anreise ja weniger relaxt und mit der Überfahrt nach Tasmanien
hatte es auch nicht geklappt. Aber heute! Heute habe ich die Fährtickets in der Tasche!

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