
Reiserouten

NAVIGATION
Melbourne/Viktoria Market

Port Melbourne

Port
Arthur/Tasmanien
 Museumsdorf Ballarat Nordwestlich von Melbourne

The Moon Plain Südaustralien






|
|
Australien die Dritte
vom 6.02.06 –
9.03.06
Der Süden mit Tasmanien und ein bisschen von der Westküste und ein bisschen
Outback. Dieses Mal nur in kleiner Besetzung, Ulrike und Stefan und auch
Kolja sind leider nicht dabei.
Ein Sprichwort lautet zwar: alle guten Dinge sind drei! Ich kann das allerdings
bei der Planung und Organisation zu unserer dritten Reise nach Australien
überhaupt nicht bestätigen. Es gab schon einige Unwägbarkeiten, die damit
begannen, dass die Fluglinie EMIRATES nicht wie angekündigt ab 1. November 2005
ab Hamburg via Dubai nach Melbourne startet, sondern erst ab 1.Februar 2006. Na
gut, der Termin passt dann eigentlich auch besser in unsere
Planung. Zumal EMIRATES einen kostenlosen Stopover im Hotel GOLDEN SANDS in
DUBAI anbietet. Das ist natürlich sehr reizvoll! In allen möglichen Magazinen
und Zeitungen ist über den Wirtschafts- und Bauboom zu lesen. Es muss wohl ein
sehr interessantes Fleckchen Erde sein. Und so entschließen wir uns, am
6.Februar 2006 der Sonne entgegen in mein Traumland zu starten.
Über das Internet finde ich einen Motorradvermieter in Melbourne. und wie sich
nach kurzem Schriftwechsel rausstellt ist Eve, die Sachbearbeiterin, aus
Germany. Von ihr bekomme ich auch ein paar nützliche Tipps bezüglich der
Routenplanung. Aber als ich dann endgültig die Mietverträge abschließen will
erhalte ich auf meine diversen Mails erst Anfang Dezember eine Antwort, und da
schreibt mir dann „Mark" dass Eve Australien verlassen hat, und wahrscheinlich
wieder in Deutschland ist.
Na ja, das ist ja eigentlich kein Problem für mich, denn ich will ja bei der
Kompanie BIKE com. au. unsere Motorräder mieten. Absolut blöd und ärgerlich ist
nur, dass die „gute Eve" meinen gesamten Schriftwechsel und meine
Buchungsanfragen nicht an Mark oder an irgendeinen anderen Kollegen
weitergeleitet hat. Denn nun schreibt mir Mark plötzlich, dass es knapp wird,
Motorräder zu bekommen, es ist „peak season". Ich würde gerne wieder eine Yamaha
F600 fahren und Bonsai hätte gern einen Shopper, aber nichts geht mehr. Wir
bekommen 2 BMW GS1100 und 2 BMW F 650 "zugeteilt". Aber okay, mit den Bikes kann
man ja durchaus 14 Tage on tour sein.
Dann, vier Wochen vor unserer Abreise, kommt ein Mail von BOOMERANG; EMIRATES
hat den Termin für Direktflüge von HH nach Dubai wieder verschoben! Nun soll es
erst am 1. März soweit sein. Uns bietet man „großzügig" eine kostenlose
Umbuchung über München an. Was bedeutet, dass wir in München 2 Stunden
Aufenthalt haben, somit sind wir bis Dubai anstatt 7 Stunden 11 Stunden on Tour.
Es ist wirklich ärgerlich, denn wenn ich das vorher gewusst hätte, wären wir
selbstverständlich über Frankfurt geflogen. Dann müsste Bonsai auch nicht die
sieben Stunden von Frankfurt bis Dubai ohne seine „Begleitmannschaft!" im
Flieger verbringen.
Eine Woche vor Abflug ist dann BOOMERANG erneut am Telefon, unser Stopover
in Dubai ist nicht möglich. Das Hotel-Kontingent für dieses kostenlose Angebot
von EMIRATES ist ausgeschöpft. Nur für unseren Freund hat die Buchung geklappt.
Selbstverständlich könne sie für mich Zimmer buchen, allerdings auch nicht im
GOLDEN SANDS aber ganz in der Nähe ist auch ein sehr schönes Haus, Doppelzimmer
500€ die Nacht! Fast fällt mir das Telefon aus der Hand. Ne, die 500€ gebe ich
lieber anderswo aus. Nach einem kurzen Telefonat mit Bonsai, er entschließt sich
spontan, auf seinen Stoppover zu verzichten, kommen wir zu dem Ergebnis, dann
doch im „Direktflug" bis Melbourne zu fliegen. Kurz vor unserer Abreise wird im
TV eine Reportage über das boomende Dubai gebracht, und als ich mir das so
ansehe bin ich gar nicht mehr so sicher, ob ich da wirklich hin muss. Jedenfalls
bin ich froh, dass ich mich nicht dazu habe hinreißen lassen, für teures Geld
Zimmer zu mieten.
Und dann, aller Frust ist vergessen, Montag 6. Februar 2006 gegen 16:00 starten
Gerald Jürgen und ich in Richtung München. Aber vorher müssen wir noch unsere
Tickets am EMIRATES Schalter umschreiben lassen, die orientalisch aussehende
Dame in europäischer Kleidung ist nicht besonders freundlich, aber bis München
fliegen wir erstmal mit der deutschen BEA.
O Gott, ich habe total vergessen, wie eng die Flugzeugsitze sind! Oder ist
vielleicht mein Hintern so dick geworden? Ne, kann eigentlich nicht sein! Aber es ist tierisch eng in dem Flieger,
wir hoffen, dass die andere Maschine uns ein bisschen mehr Bewegungsfreiheit
bietet. Die Zeit in München vergeht schleppend, endlich, es ist kurz vor 22:00,
starten wir in Richtung DUBAI. Ja, die Sitzreihen sind nicht ganz so eng, aber
trotzdem, besonders für Gerald ist es absolut nicht bequem. Die Verpflegung ist
okay, aber sicher nicht besser als bei CATHAY PACIFIC, eher etwas schlechter.
Auch die Crew ist nicht besonders aufmerksam.
Mit ein bisschen Schlafen, Lesen vergeht die Zeit dann doch ziemlich schnell, es
sind ja nur 6 Stunden. Es ist noch dunkel, als wir gegen 6:00 Ortszeit unter uns
Dubai liegen sehen. Ein riesiges Lichtermeer!. Gerald, in der Reihe hinter uns,
sitzt neben einer jungen Architektin, die auf dem Wege nach Kabul ist. Sie
fliegt die Strecke häufiger und meint ganz entrüstet; immer dasselbe,
Energieverschendung ohne Ende! Wenn ich in meiner Wohnung in Kabul ankomme, habe
ich keine Heizung und meistens auch nur ein paar Stunden Elektrizität am Tag.
Und hier, die pure Verschwendung! Ja, es ist schon eine gewaltige Helligkeit,
die sich, in der ansonsten nachtschwarzen Wüste, offenbart. Anscheinend sind
alle Straßen beleuchtet.
Wir müssen, obwohl wir ja im Transit reisen, durch die Gepäckkontrollen.
Handgepäck, Jacken, Gürtel usw. alles wird durchleuchtet. Jeder Passagier muss
durch das Kontrolltor. Wenn es „piept", Schuhe ausziehen, wenn’s immer noch
piept, wird man zurück geschickt, und darf nochmals das Tor passieren, und wenn
es dann noch piept, zuckt der junge uniformierte Mann ergeben mit den Schultern,
und man wird Piependerweise in die große, mit Teppichboden ausgelegte,
Flughafen-Halle entlassen. Es wimmelt von Menschen, auch zu dieser frühen
Tageszeit. Die zahlreichen Sitzbänke sind voll belegt mit Leuten aller Couleur
und Kulturen, manche liegen auch schlafend auf dem recht weichen Teppichboden.
Aber es ist trotzdem leise und nicht hektisch, außer dem hupenden Elektromobil,
das pausenlos mit irgendwelchen behinderten Fluggästen durch die Gänge fetzt.
Mit Schrecken denke ich daran, dass ich mit Bonsai keinen genauen Treffpunkt
abgemacht habe. Ich dachte einfach nicht, dass der Airport so riesig ist.
|