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Jetzt
bummeln wir zu den alten
Hafenanlagen, laufen unter der
Harbour Bridge in Richtung Oper.
Frank und Margret brauchen doch eine
Weile um sich an die Skyline zu
gewöhnen, sie hatten sich die Stadt
nicht so riesig vorgestellt. Dann
stürzen sich die Zwei auf den
nächsten Geldautomaten, jetzt werden
Aussie Dollar benötigt! Aber, oh
Schreck, irgendwie haben sie den
falschen Pin, oder die falsche Karte
für den richtigen Pin? Jedenfalls
ist nach dem dritten Versuch die
Karte gesperrt. Gott sei Dank haben
sie noch weitere Kreditkarten mit. Wir suchen
uns ein Cáfe, bestellen den ersten
„Long Black“ und das erste Bier,
denn eigentlich ist ja schon
Lunchtime. Margret entdeckt
ein Dinner-Angebot für die Sylvester
Nacht. für 155$ (75€) Als wir dann
das Plaket richtig lesen, sehen wir,
das war leider dass Angebot für
Weihnachten! „New Years Eve“ Dinner
kostet 255$ und das ist dann doch
entschieden zu teuer.
Auch die zahlreichen Barkassen
bieten eine Dinner Cruising für die
Sylvesternacht an, da liegen die
Preise zwischen 300 und 480$ pro
Person, upps!
Mittlerweile steht die Sonne hoch am
Himmel, und damit wird es auch
zunehmend wärmer. Margret wird es
besonders warm, ihr fällt ein, dass
sie ja nicht nur eine lange Hose
trägt, sondern auch noch eine
Strumpfhose – und Kniestrümpfe auch
noch - ! Meine Füße wären ja schon
verkocht!

Wir traben also zurück zum
Hotel. Mit Erleichterung stelle ich
fest, ganz so schlimm sind die
Zimmer dann Gott sei Dank doch
nicht! Weiße saubere Handtücher
liegen auf den weiß bezogenen
Betten. Die Bettwäsche ist gebügelt,
was ich immer als sehr angenehm
empfinde.
Das Bad ist zwar in allen Ecken mit
Schimmel übersäht und ist ansonsten
auch ziemlich altertümlich, aber
jedenfalls kommt aus der Dusche
Wasser. Wir werden es die drei
Nächte wohl aushalten. Und als ich
abends dann todmüde ins Bett falle,
ist es mir sowieso egal!
Das morgendliche Frühstück ist dann
aber doch ziemlich ungemütlich, der
Kaffee weckt zwar alle Lebensgeister
in mir, aber der Frühstücksraum ist
grau und trist, ohne Fenster wirkt
er eher wie eine Lagerhalle. Wir
nehmen unser Essen mit vor die Tür,
aber da bläst der Wind uns fast die
Marmelade vom Toast, und dazu sitzen
wir dann auch noch an der
Hauptstraße. Also, erste Aufgabe,
neue Frühstücksbude suchen, die wir
dann auch im PADDY`S MARKET, schräg
gegenüber finden.


In der nahe gelegenen Central
Station kaufen wir uns für 16$ eine
Tageskarte für die U-Bahn, und
fahren nach Bondi Beach, einer der
exklusiven Vororte von Sydney.

Hier
findet man feinste weiße
Sandstrände, edle Boutiquen,und wir
finden auch ein nettes Restaurant in
der 1. Etage mit Blick aufs Wasser,
aber irgendwie gefällt mir Manly, am
anderen Ende der Stadt, doch besser.


Auf dem Rückweg steigen wir in Kings
Cross aus, wir wollen uns für den
Abend einen Platz suchen, von dem
man gut auf die Harbour Bridge sehen
kann.
Die Idee, direkt von Darling Harbour
aus das Feuerwerk zu sehen, hatte
ich schon Wochen vor unsere Abreise
verworfen, auf allen Internetseiten
war zu lesen, dass man da schon ab
Mittag seinen Platz einnehmen muss!
Aber so wichtig fanden wir alle das
Feuerwerk dann auch nicht, um die
Zeit mit Warten zu vertrödeln.
Hier in Kings Cross finden wir schon
nach ca. 10 Minuten Fußweg einen
kleinen, etwas erhöht liegenden
Park, von wo aus wir den
„Kleiderbügel“, wie die Brücke auch
genannt wird, sehen können. Aber
selbst hier stehen schon etliche
Menschen mit Picknick Körben! Und
außerdem stehen überall Schilder –
Alkohol freie Zone – die
entsprechenden Taschenkontrollen
lässt jeder ohne Murren über sich
ergehen.
Zurück in unserem Hotel, versuchen
wir noch einen Mittagsschlaf zu
halten, klappt leider nicht
wirklich. Schon am späten Nachmittag
treffen wir uns wieder auf der
Straße. Wir butschern noch ein
bisschen durch die chinesischen
Markthallen, trinken in der Bar
neben dem Hotel noch etwas, und
gerade als wir uns überlegen, dass
wir nach dem Feuerwerk hierher
zurückkommen, zieht uns der
Barkeeper fast die Stühle unterm
Hinterm weg. Lautstark verkündet er,
wir schließen jetzt! Also kaufen wir
ein paar Flaschen Bier und eine
Flasche Wein im Bottleshop und
verstauen die in unseren Zimmern.
Wieder fahren wir mit der U-Bahn
nach Kings Cross. Sehr angenehm ist,
dass niemand Knallkörper hat, es
gibt in ganz Australien keine zu
kaufen. Die Regierung hat Angst,
dass aufgrund der Jahreszeit –
Hochsommer – das ganze Land
abgefackelt wird. Ohne Mühe finden
wir gegen 22:00 in dem kleinen Park
an der Viktoria Street genügend
Platz, um in Ruhe auf das Feuerwerk
zu warten. Hier stehen die
unterschiedlichsten Menschen, Frauen
in tief dekolletierten langen, oder
auch superkurzen Abendkleidern, ganz
viele Männer in sehr modischen
Anzügen. Aber auch jede Menge
„schillernder“ Transvestiten, die
auf unglaublichen High Heels elegant
über das Kopfsteinpflaster laufen.
Manchen merkt man an, dass
vielleicht doch etwas zu viel
Alkohol auf Vorrat getrunken wurde.
Auch etliche „working holiday“
Touristen finden sich ein. Mit einer
jungen Frau aus Bremen komme ich ins
Gespräch. Sie ist erst am Nachmittag
in Sydney eingetroffen und wollte
sich das Spektakel vom Botanischen
Garten ansehen, der war aber schon
um 15:00 wegen Überfüllung
geschlossen. Nur die, die vor Wochen
schon eine Eintrittskarte gekauft
haben, kamen noch rein.
Die Bremerin erzählt mir, dass sie
schon zum 3. Mal in Australien ist,
immer für ein halbes Jahr, aber das
erste Mal zu Sylvester! So richtig
viel hat sie aber von Australien
noch nicht gesehen, stelle ich
während der langen Unterhaltung
fest. Sicher, sie war am Ayers Rock
und natürlich an der „Goldcoast“ !
Aber sie war weder im Lammington NP
noch im Hunter Valley oder in den
Grampians. Von dem blauen und grünen
See in Süd-Australien hat sie noch
nicht mal etwas gehört! Für sie
steht „Party machen“ im Vordergrund!
Okay, ich kann’s verstehen, für die
National Parks hat sie noch Zeit
genug
- sie ist gerade 22 Jahre alt –
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