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Hinter
Arrowtown erwartet uns dann bald ein
fahrerisches Highlight, über eine
kleine Gebirgsstraße mit tollen
Kurven fahren wir via Wanaka, zur
Westküste.
Und
so kurvenreich geht der Tag weiter,
über den Haast Pass nach Fox Glacier
und nach 360 Kilometern sind wir im
„58 on Cron Motel“ in Franz Josef .

Aber je weiter wir nach Westen
kommen, desto schlechter wird das
Wetter!


Zwischen Haast
und Greymouth befindet sich die
längste "One way Briddge"
Neuseelands (702 Meter) Auch hier
ist es kalt und diesig!

Auch in Franz Josef ist das Wetter
nicht besser, über einen
Hubschrauberrundflug zu den
schneebeckten Gletschern, brauchen
wir also nicht nachdenken!
Und dann habe
ich auch noch bei der
Zimmerreservierung ein Bock
geschossen! Das
Apartment ist zwar sehr schön, aber
es hat nur zwei Schlafräume. Frank
und Margret weichen auf die
Schlafcouch aus, und behaupten noch
nach Wochen, in dieser Nacht haben
sie am besten geschlafen!
 Auf unserer allabendlichen Suche
nach einem gemütlichen Restaurant,
wir müssen uns beeilen, denn auch in
NZ sind nach 20:00 die Restaurants
meistens geschlossen, haben wir
wenig Glück 
In einem optisch netten Lokal finden
wir auf der überdachten Terrasse
zwar noch Platz, aber es dauert
ewig, bis die Bedienung kommt, dann
dauert es auch ewig, bis das Essen
kommt.
Und in der Zwischenzeit haben
„Millionen“ kleine schwarze Fliegen
meine nackten Füße entdeckt. Alles rumgezapple hilft nichts, die
Viecher beißen mich! Und sie können
nur an meine Füße, alle anderen
haben dicke Strümpfe an, es ist
ziemlich kalt!
Frank bekommt wieder ein etwas
merkwürdiges Gericht! Für mich sieht
es aus, wie Ciabatta mit
Tomatenmarkt und etwas Butter. Ich
glaube es „schmeckt“ auch so
ähnlich!
Von unserem nächsten Ziel, Punakaiki,
sind wir noch 230 Kilometer
entfernt, als wir am Morgen starten, es verspricht ein schöner Tag
zu werden.
Leichter Wind und ein
bisschen Sonne. Aber schon nach ein
paar Kilometern wandelt sich das
Wetter, und die Regenklamotten
müssen angezogen werden.
 In dem
kleinen historischen Minenort Ross machen
wir eine ausgiebige
Mittagspause. Margret und Frank
kaufen Honig in einem kleinen Haus,
es dauert ewig bis sie wieder
rauskommen! - Denn die Lebensgeschichte der Hausfrau
-
gab’s gratis dazu!
 Um den Arahua River kurz vor
Hokitika zu überqueren, müssen wir
über eine„one way Bridge“, was an
sich ja nichts Ungewöhnliches für
Neuseeland ist. Aber auf dieser, nur
3,20m breiten, alten Fachwerkbrücke
fährt auch noch, eingleisig, die
Eisenbahn. Wir müssen also nicht nur
auf den Gegenverkehr achten, sondern
auch noch nach eventuellen Zügen
Ausschau halten. Gut ist, dass es
trocken ist, da ist das Eisen
weniger rutschig, denn man muss
schon mit dem richtigen Schwung die
diagonal zur Straße verlaufenden
Schienen überqueren, und dann in dem
mittleren Gleisbett weiter fahren.
Ein paar Kilometer weiter passieren
wir die nächste Brücke, da fährt die
Bahn in die andere Richtung.
In Hokitika scheint sich in den
letzten acht Jahren nicht viel
geändert zu haben. Der Uhrenturm
steht immer noch mitten im
Kreisverkehr. Es gibt immer noch
diverse Jadeschleifereien. Und ich
kann dem grünen Stein immer noch
nicht viel abgewinnen. Aber Frank
und Margret kurbeln tüchtig die
Wirtschaft an, sie kaufen die
„letzten“ Andenken und Geschenke für
die Familie.

Jürgen und ich
spazieren zum Strand. Komisch, ich
hatte ihn als feinsten weißen
Sandstrand in Erinnerung - aber der
Sand ist grau, fast schwarz. Viele
große und kleinere Steine liegen
rum, und auch allerhand Treibgut.
Also, es ist nicht ganz so schön,
wie die Bilder in meinem Kopf!
Unser Motel für die heutige Nacht
liegt versteckt hinter hohen Farnen
und Palmen, direkt an der
Küstenstraße, etwas außerhalb des
Ortes Punakaiki.
Sehr schön
ausgestattete Holzhäuser mit Blick
auf die Tasman Sea. Unser Wirt hatte
mir schon bei der Buchung
zugesichert, dass er uns zum Dinner
ins nächste Restaurant fährt und
selbstverständlich auch wieder
abholt – das ist Service.

Der Gedanke an
Schwimmen gehen kommt uns allerdings
nicht, es ist viel zu kalt, auch
wenn momentan mal wieder die Sonne
scheint.

Ich bin froh, endlich die Stiefel
ausziehen zu können. Die schwarzen
Fliegen von Franz Josef haben meine
Füße total zerstochen/zerbissen?
Egal, ich habe jedenfalls eine dicke
rote Quaddel an der anderen, und die
jucken wahnsinnig!
Und jetzt, wo ich
die Stiefel aus habe, kann ich
endlich kratzen. Ah, tut das gut!
Ist natürlich Quatsch, tut überhaupt
nicht gut, denn nach kurzer Zeit
habe ich die ersten Stellen
aufgekratzt! Und das, wo die Blasen
vom Pflastertreten in Sydney fast
abgeheilt sind. Denn da hatte ich
den Fehler gemacht, nagelneue „Berkemanns“,
meine Lieblingsschuhe, mitzunehmen.
Schon am ersten Abend hatte ich
blutige Blasen auf dem Spann. Da
mußte ich alle Pflasterdosen meiner
Mitreisenden
annektiert, denn statt weniger,
wurden es immer mehr Blasen.
So, und nun habe ich wieder kaputte
Füße, aber gegen das Jucken hilft
auch kein Pflaster.
Nichts hilft, kein abbrausen, egal
ob kalt oder warm, kein Einsprühen,
Margret gibt mir ein Mittel, Bonsai
hat auch noch ein Spray. Nachts
stehe ich mehrfach auf , um die Füße
unter kaltes Wasser zu halten. Am
morgen springe ich schnell in meine
Motorradstiefel, solange ich nicht
still stehe, kann ich das jucken
besser ertragen! Selbst auf dem
Motorrad schlage ich mit den Füßen
hin und her! Ächz, stöhn!
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