

Unser Erster Stop am nächsten
Morgen, ist an den
"Pancake
Rocks".
Die Felsen sind
wirklich wie riesige Pfannkuchen
geschichtet.
Ist der
Himmel nun so blau wie das Meer,
oder umgekehrt?




Vielleicht sind die Füße daran schuld, - ich kann mich
kaum aufs Fahren konzentrieren, oder
ich bin einfach nur schusselig -
jedenfalls bleiben wir fast ohne
Benzin liegen.
Eigentlich
wollte ich in dem 50 Kilometer
entfernten Westport tanken, aber da
ist weit und breit nichts von Benzin
zu sehen.
Auf unserem weiteren Weg
gen Norden sind wir jetzt schon im
Abel Tasman National Park. Die
Straße ist so schön, führt uns
kurvenreich durch dichten Regenwald,
aber Tankstellen gibt es leider
nicht. Oder vielleicht habe ich die
Schilder übersehen?
Als ich aus den Augenwinkeln die
gelbe Reserveleuchte
auf meinem
Tacho sehe, bekomme ich einen
kleinen Schrecken, denn laut meiner
Karte, müssen wir jetzt die „6“
verlassen und links weiter Richtung
Norden fahren. Und dann sind es noch
50 Kilometer bis in den nächsten
Ort.
Nun halten wir aber erst mal an, und
ich höre erleichtert, dass ich als
Einzige auf Reserve fahre. Bonsai
hat in der V-Strom vermutlich noch
10 Liter, das beruhigt! Notfalls muß
er vorfahren und Sprit besorgen.
Trotzdem frage ich einen der
Wohnmobilfahrer, die dort auch
gerade anhalten. Unschwer ist an der
Sprache zu erkennen, dass es sich um
Osteuropäer handelt, und ihr
Englisch ist noch schlechter als meins.
Aber irgendwie soll wohl in 30
Kilometern eine Tankstelle kommen,
erzählt er mir.

In Murchison , es
sind dann noch 50 Kilometer, finden
wir alles was wir brauchen,
Tankstelle und Café! Ich fülle in
meine Maschine knapp 17 Liter, 18
soll der Tank normalerweise fassen.
Puh, Schwein gehabt! Nun können wir
in aller Ruhe eine
ausgedehnte Pause
machen!

Auch hier in, Ngatimoti, wird
die "one way bridge" durch eine
zweispurige Brücke ersetzt. Das
allgemeine
Verkehrsaufkommen hat wohl stark
zugenommen.
Im „Equstrian
Lodge Motel“ in Motueka erwartet uns
eine blühende parkähnliche
Gartenanlage, mit Pool und
Barbecueplatz, ein wirklich tolles
Ambiente.

Als ich uns an der Rezeption
anmelde, geht der junge Mann mit, um
mir die Zimmer zu zeigen. Und da
verschlägt es mir fast die Sprache,
das Apartment hat nur zwei Räume!
Ich fauche ihn an, das kann nicht
sein, das habe ich nicht gebucht, „my
friends will kill me“! Wir sind fünf
Leute, das hier ist viel zu klein!
Einen Moment hört er mir staunend
zu, dann klatsch er sich lachend auf
die Schenkel, und mir anschließend
kräftig auf die Schulter.
Dann
prustet er los, oh, no problems,
that is the single unit!
Und immer
noch lacht er, ich nun allerdings
auch!
Das Apartment für uns vier,
hat dann drei schöne, große Räume!
Hier hätten wir es alle noch gut und
gerne einen Tag länger ausgehalten,
es ist ein guter Standort, um noch
weiter nach Norden zu fahren. Da
gibt es sicher noch wunderschöne
Landschaften,
und wenn ich noch
mal………!.
Am nächsten Morgen, fahren wir doch
noch 60 Kilometer weiter nordwärts
bis Takaka, um dort zu frühstücken.
Eine tolle Straße mit wundervollen
Ausblicken, und wenn dann auch noch
die Sonne scheint! Dieses Happening
können wir gleich doppelt genießen,
denn wir müssen ja zurück an die
südöstliche Küste.

Am 12.01.09, Sonntagabend, treffen
wir nach 290 Kilometern im Bella
Vista Motel in Blenheim ein.

Es ist
der 15. Tag unserer Tour, aber auch
gleichzeitig der letzte Abend mit
unseren Motorrädern, die müssen wir
morgen in Christchurch wieder
abgeben.

Zu Blenheim, immerhin etwa 30.000
Einwohner, fällt mir eigentlich nur
ein, dass es fast nicht möglich war,
etwas Anständiges zu essen zu
bekommen! Gelandet sind wir in einem
Schnellimbiss ähnlichem Lokal. Die
Wirtin war Kellnerin, Köchin, und
Putzfrau, und wir die einzigen
Gäste. Das Essen war okay, der Wein
war grauslig! Aber immerhin hat sie
uns noch ein paar Flaschen Bier
verkauft, wofür sie normalerweise
keine Lizenz hatte! Aufgrund dessen
verpackt sie die Flaschen auch
sorgsam in Plastiktüten. Und für
heute hat sie ihr Geschäft gemacht,
hinter uns wird abgeschlossen!
Fazit, nach Blenheim muss ich nicht
wieder!
Auch am nächsten Morgen haben wir
nicht richtig Glück mit einer
Frühstücksbude, wir tragen es mit
Humor, wir sind alle dick genug. Auf
der Küstenstraße A1, die hier am
nördlichen Zipfel der Südinsel doch
recht kurvig ist, genießen wir noch
ein bisschen Seeluft!. Hinter
Kaikorua biegen wir noch mal rechts
auf die 70, die viel kleinere Straße
führt uns durch eine schöne
hügelige, allerdings total verdörrte
Landschaft.
Am späten Nachmittag, ohne viel
Sucherei, stehen wir, nach gesamt
2.300 Kilometern, in Christchurch
vorm IBIS Hotel! Schnell einchecken,
das Gepäck aufs Zimmer. Und dann
bringen wir die Bikes zu John.

Am Abend bekommen wir seit langer
Zeit mal wieder richtig leckeres
Essen, beim Italiener gegenüber von
unserem Hotel. Ein ausgezeichneter
Service!
Pünktlich um 7:30 am nächsten Morgen
holt uns ein Bus am Hotel ab und
bringt uns zum Bahnhof. Wir machen
heute eine Fahrt mit der
nostalgischen Eisenbahn von
Christchurch über den Athur Pass bis
nach Greymouth und zurück. Die Tour
hatte ich schon während unseres
ersten Aufenthalts im Ibis gebucht.
Jetzt genießen wir die Landschaft
mal aus einer ganz anderen
Perspektive. Einige der Straßen und
Schluchten erkennen wir wieder. Da
sind wir vor wenigen Tagen mit den
Bikes längs gefahren.

Vor ein paar
Tagen sind wir mit den Bikes über
diese Brücke in Greymouth gefahren,
das war der Himmel allerdings sehr
grau!

Die Fahrt ist
sicher ganz unterhaltsam, nur auf
dem Rückweg werden die letzten zwei
Stunden doch sehr lang. Zurück in Christchurch treibt uns der Hunger
zu einem Mexikaner. Das Essen, na
ja, so lala! Immerhin ist der Wein
ganz gut! Aber der Knaller ist die
Art, wie man versucht Touristen
„abzuzocken“. Frank bezahlt für uns
alle, und zwar bar. Wir sitzen
mindestens noch 15 Minuten und
warten auf seine 13,50$ Wechselgeld.
Die Stühle um uns herum werden
bereits hochgestellt, auf der
Terrasse sind auch nur noch ein paar
people. Und wir warten, und warten,
bis uns dann der Kragen platz! Wir
gehen in geballter „Ladung“ zum
Tresen und sprechen den Kellner an,
ach meint er, welches Geld? Ach, das
Wechselgeld! Hab ich ganz vergessen,
liegt bei meinem Kollegen am
Tresen?!

Am nächsten Tag
heißt es Abschied nehmen, auf
Wiedersehen Neuseeland!
Land, der langen weißen Wolke!