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Mittwoch 14.01.09 um 15:25 startet
das Flugzeug, um uns nach Melbourne
zu bringen. Wir fliegen mit der JET
STAR Linie, eine „Billigtochter“ von
Quantas! Hier fragt keiner der
Flugbegleiter „ what would you like,
fish or chicken? Coffee or Beer?“
Wenn man Essen oder etwas zum Trinken
möchte, muß man es bezahlen.
Margret und Frank sitzen irgendwo
ganz hinten. Bonsai sitzt ziemlich
weit vorne, ich kann sein graues
Haupt zwischen zwei Frauenköpfen
entdecken. Neben mir auf dem dritten
Platz, sitzt eine Neuseeländerin,
die mir erzählt wie sehr sie es
bedauert, dass es zwischen NZ und
Tasmanien keine direkte
Flugverbindung gibt. Als gebürtige
Tasmanierin würde sie dann häufiger
ihre Familie auf der Insel besuchen.
Aber so ist es mehr als eine
Tagesreise, auch heute muss sie auf
dem Airport von Melbourne über 4
Stunden auf ihren Weiterflug nach
Tasmanien warten. Von ihr bekomme
ich auch noch ein paar Insider
Tipps, was wir uns unbedingt ansehen
sollten, wenn wir dann in 5 Tagen
nach Tasmanien fliegen. Und mit so
netten Gesprächen vergehen die knapp
vier Stunden Flugzeit sehr schnell. Auf
dem Weg zum Baggage Claim ist Bonsai
bester Laune! Er hat mit Judge, die
Frau die rechts von ihm saß, etliche
VB Biere geleert. Von ihr stammt
auch der Spruch: „Heineken Beer is a
girls beer“. Judge ist wohl Anfang
60, sehr lebenslustig, und scheinbar
gehört sie nicht zu den Ärmsten, wie
man an ihrem Outfit erkennen kann.
Sie ist gerade auf dem Weg zu einem
ihrer Freunde, der in Melbourne
lebt, häufig pendelt sie zwischen NZ, Melbourne und Tasmanien, da hat
sie auch einen Freund, hin und her!.
Aber Old Germany, ist dann doch
vielleicht ein bisschen zu weit, so
verabschieden sich Judge und Bonsai
mit viel Gelächter auf dem Airport.
Für drei Nächte wohnen wir wieder in
einem IBIS Hotel, direkt am Viktoria
Market! Frank und Margret können
sich nicht so recht mit Melbourne
anfreunden. Ich kann es verstehen,
auch ich habe zu der Stadt ein sehr
gespaltenes Verhältnis. Für mein
Gefühl, fehlt der der Stadt das
„Zentrum“. Was sicher auch durch den Yarra River kommt, der die Stadt in
zwei Hälften teilt, und was dazu
führt, dass gerade wieder zwei
wahnsinnige Beton-Brücken im Bau sind und
das Bild verschandeln. Überhaupt, es
werden überall riesige Bürotürme
gebaut. Sogar das welthöchste
Wohnhaus steht in Melbourne. Die
historischen Gebäude rücken immer
mehr in den Hintergrund.


15. Januar, morgens 7:00 pünktlich
steht Chris Hammond von Wild Escape
Wombat Tours
http://www.wildwombatescapes.com/itinerary.html vorm Ibis Hotel, um uns
zu einer eintägigen Bustour
abzuholen.


Mit ihm fahren wir zur
Great Ocean Road. Es wird ein toller
Tag, selbst das Wetter spielt mit!
Während unserer zweiten
Australienreise 2005 hatten wir so
schlechtes Wetter als wir in der
Gegend waren! Damals war es so kalt, dass
wir die Sturzhelme aufbehalten
haben. Und überhaupt habe ich die
ganze, schon sehr kurvenreiche
Straße, nicht in so toller
Erinnerung. (Viele Baustellen, viel
Verkehr)

Aber heute ist es einfach
schön! Und Chris ist ein sehr netter
Guide, der uns auch viele
Informationen über Land und Leute
vermittelt !




Er weiß auch, wo
in der näheren Umgebung von
Melbourne die Kängurus "Golf
spielen" und die Koalas träge
in den Eukalyptusbäumen sitzen.



Den nächsten Tag lassen wir dann
ganz relaxt angehen. Frank und
Margret bummeln mehr als fünf
Stunden über den unglaublichen
Viktoria Market. Bonsai läuft zum „Flyer“,
um aus dem zweit höchsten Riesenrad
der Welt, das höchste steht in
Singapur, die Stadt von oben zu
betrachten. Jürgen und ich machen
eine Fahrt auf dem Yarra, was nicht
so aufregend ist. Und am Abend
machen wir gemeinsam eine
Dinnercruising in der nostalgischen
Straßenbahn. Das war schon ein sehr
ausgefallenes Ambiente, mit einem
sehr schmackhaften Menu, und der
Wein schmeeeeeeeeeckte! Schon fast
zu gut!
Und am Samstag dann der Tag der
Wahrheit, wir müssen uns trennen!
Frank und Margret fliegen um 17:00
zurück nach Deutschland, für sie ist
der Urlaub leider zu Ende. Und wir
drei fliegen nach Tasmanien. Unser
Flug geht schon um 13:00. Zum
Abschied überlasse ich Frank und
Margret meine fast volle
Weinflasche, damit sie noch einmal
auf unser aller Wohl anstoßen
können, und steige dann etwas
traurig in das kleine gelbe Taxi!

Nun brauchen wir ja kein
Minibus-Taxi mehr, - wirklich
schade - !
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