Sylvester   2008/09   

   Australien die "Fünfte"  in  Sydney !

                                                  Home:Heides-Motorradtouren.de
1-Aufbruchsstimmung; 2-Sydney; 3-Jahreswechsel in Sydney; 4-Neuseeland - die Südinsel: Christchurch; 5-Te Anau;
6-Queenstown; 7-Franz Josef-Punakaiki; 8-Motueka-Abel Tasman-NP-Greymouth: 9-Melbourne: 10-Tasmanien
11-Melbourne;Echuca;Grampians;Melbourne 12-Singapore;

 


38.500 Kilometer

Wir fliegen
um
die halbe
Welt

Und das sind
"Wir"

 

 

 

 

 

STATIONEN

unserer

 REISE

 

 

 

 

Tasmanien

Die fast 1,4 KM lange Tasman Bridge über den Derwent River  wurde 1975 von einem Schiff gerammt und teilweise zerstört.  In zweijähriger Bauzeit wurde das Brückensegment erneuert

 

Ians
"Garagenausfahrt"



 

 


 

 

 

 

Bicheno

Binalong Bay

Die Steine am Ufer der Binalong Bay sind mit leuchtend roten Flechten bewachsen

 

 

 

"Anabels Guesthouse"

Scottsdale

Derby
und Umgebung

Upps, haben wir uns etwa verfahren?

Latrobe

Schwer vorstellbar, dass  diesem blauen Himmel ein
" Day of Chaos " folgen kann!

Gleich geht das Licht in der Bar aus!

Sheffield

Der Herr mit dem gepflegten Bart, führt ein ebenso gepflegtes Lama an der Leine.

"Table Cape"

Der Wasserfall in Waratah

Rosebery

 

 

 

 

 

Cradle Mountains

 

"Rosis Inn"

 

Der fast leere
Gordon Stausee

 

 

 

 

Der Felsen leuchtet in den unterschiedlichsten Farben

 

 

Five a clock Tea am Shot Over Café

 

- Tasmanien -

Wieder fliegen wir mit JET STAR, aber diesmal ist leider keine Judge an Bonsais Seite, dafür dauert der Flug auch nur 1 Stunde. Und das ist auch gut so, neben mir sitzt ein junger Mann, der die ganze Zeit seine Armbanduhr schüttelt. Der macht mich ganz wahnsinnig. Wahrscheinlich Flugangst! Als wir in Hobart gelandet sind, bindet er sie endlich wieder um. Grrrrrrr.

Der Flugplatz ist wirklich klein und provinziell, kein Wunder, dass hier keine Überseeflieger landen. Die heißen Turbinen des Fliegers sind mit einem gelben Band abgesperrt, das sind die einzigen Sicherungsmaßnahmen. Alle laufen über das Rollfeld. Vor einer der kleinen Hallen steht eine Flugbegleiterin, gut sichtbar in ihrem knallroten Blazer, und winkt uns ran. Das Handgepäck wird von Zollhunden beschnüffelt, da es verboten ist, frisches Obst oder frisches Fleisch mitzubringen. Taxis sind keine zu sehen, nur ein Shuttlebus! Gerade kann ich noch 3 Plätze ergattern. Der Bus bringt uns zum Wrest Point Hotel, bis vor die Tür. Ein etwas „verstaubtes“ Haus, wie wir feststellen. Erinnert mich ein bisschen an eine sehr elitäre Seniorenresidenz.
Den „Alten“ müsste man sicher immer einen Tourguide mitgeben, damit sie ihre Zimmer finden. Bis wir unsere Räume im „Waterfront“ Flügel gefunden haben, vergeht einige Zeit.
Mit dem Fahrstuhl bis in den 1. Stock. Dann über eine etwa 20 Meter lange abfallende Rampe in den anderen Gebäudeflügel. Zweimal links um die Ecke, bis zu einem kleinen unscheinbaren Fahrstuhl, um mit dem eine Etage runterfahren. Und dann noch einmal links den Flur runter. – Einfach unglaublich – und dabei hat dieses Haus ****

Wir machen uns auf die Suche, nach etwas Essbarem, so wie der kleine Vogel vor unserem Fenster.  Es gibt ein großes Automatenspiel-kasino, und mitten drin ein Selbstbedienungsrestaurant, da bekommen wir - auf Papptellern – immerhin ein Stück Kuchen, aber es ist nicht so einfach, einen einigermaßen sauberen Tisch zu finden. Okay, der Kaffee ist sehr gut, aber aufgrund der Geräuschkulisse, Heulen. Klingeln und Zischen der Spielautomaten, suchen wir bald  das Weite und laufen lieber noch ein bisschen durch die Stadt. Ich freue mich auf den morgigen Tag, dann werden wir wieder mit den Motorrädern unterwegs sein.
Und pünktlich morgens um 9:30 holt Ian, der Vermieter von
MOTOADVENTURE.com.au uns ab. Er macht dieses Business erst seit einem Jahr und hat auch nur 4 Maschinen, die bei ihm zu Hause in der Garage stehen.


Hoch über den Dächern von Hobart! Gut sichtbar , der Turm des
"Wrest Point Hotels"!

Ian hat dort  oben eine tolle Wohnung, aber mit einer wahnsinnigen steilen und engen Auffahrt, die an sich schon ein kleines Abenteuer ist.
Als wir dann alles verpackt haben, fragt Ian ganz vorsichtig, ob er uns ein Stückchen begleiten kann. Das Wetter ist toll, und er hat nichts Besseres vor. Natürlich kann er, und wir kommen ganz relaxt aus Hobart. Es ist ein tolles Gefühl über die schmalen, fast autoleeren Straßen zu fahren. Auch wenn, wie schon auf Neuseeland, viele totgefahrene Tiere am Straßenrand liegen. Auf NZ sind es fast nur Possums, hier liegen vorwiegend Wallabies, Wombats, irgendwo liegt auch ein kleiner schwarzer Tasmanischer Teufel. Die kleinen nachtaktiven Aasfresser sind vom Aussterben bedroht, nicht nur durch den Autoverkehr, sondern  durch eine besondere Art einer Krebsgeschwulst.
Über Sorrent fahren wir jetzt bis an die Südostküste. Vor einem kleinen Càfe hält Ian an, hier gibt’s den besten Kaffee verkündet er, und das stimmt!
Ja, so ist es, wenn man mit Insidern unterwegs ist! Wir sitzen eine ganze Weile zusammen, Ian erzählt ein bisschen aus seinem ziemlich turbulenten Leben. Mit seinem kleinen Honda fährt er immer noch Autorennen. In jüngeren Jahren hat er auch an Motorradrennen teilgenommen. Er ist schon ein ganz smarter Typ mit viel Humor. Lustig ist, als er von seiner Mexiko Reise erzählt. Nur mit Rucksack und per Eisenbahn hat er das Land bereist. Als er mal wieder mehr als 12 Stunden in einem Zug saß kam er natürlich mit dem Mann neben ihm ins „Gespräch“. Problem war nur, Ian konnte kein Wort spanisch und der andere kein Wort englisch. So haben sie sich per Wörterbuch die ganze Nacht glänzend unterhalten!. Crazy , crazy lacht Ian immer noch vor sich hin.
Und dann erzählt er uns, wie nebenbei, dass er die  heutige Strecke noch nic sooooo langsam gefahren ist, und fängt gleichzeitig an laut zu lachen!!
Na klar, wenn man jeden Grashalm kennt, fährt man schon ganz anders durch die Gegend!
Wir satteln die „Hühner“ Bonsai, Jürgen und ich, wollen nach Swansea und Ian fährt zurück nach Hobart. Nun kann ich endlich richtig Gas geben, erzählt er uns nochmals grinsend zum Abschied!
Den Swansea Holida Park finden wir ohne Probleme, die „two bed room unit“ habe ich via Internet gebucht, sie kostet nur 115AU$ für uns drei, aber mehr ist sie auch garantiert nicht wert. Als wir die stickige Hütte betreten, bemängelt Jürgen als Erstes, keine Aircondition!
Da es ist noch früher Nachmittag ist und wunderschöner blauer Himmel, steigen wir wieder auf die Bikes und fahren die 70 Kilometer zum Freycinet National Park. Je weiter wir den Berg hochfahren, desto schmaler wird die Straße, nur mit der Aussicht ist es nicht weit her. Entweder sind links und rechts Felswände, und manchmal leuchtet auch das strahlend blaue Wasser durch dichte hohe Eukalyptusbäume. Aber da kann man dann gerade auf der schmalen Straße nicht anhalten. Schließlich landen wir auf einem großen, ziemlich vollen Parkplatz, und da geht mir ein Licht auf- im Freycinet NP muß man wandern, um die rosaroten Granitberge und die schneeweißen Sandstrände zu erreichen! Schade!
Na ja, und dazu haben wir gerade keine Lust! Erstens ist es uns zu warm und zweitens haben wir nicht das richtige Outfit! Aber vielleicht beim nächsten Mal?! „Leise schleichen“ wir uns wieder aus dem Park, zurück in unsere "Komfortunterkunft"! Die Aircondition vermisst Jürgen nicht in dieser Nacht, eher eine Heizung! Mit Sonnenuntergang fällt die Temperatur auf 12° . Dafür empfängt uns am nächsten Morgen aber wieder strahlend blauer Himmel, aber auch jede Menge Fliegen!

Zum Frühstück fahren wir die 40 Kilometer bis Bicheno.

Nach weiteren 300 Kilometern, davon garantiert 250 km nur Kurven, sind wir am Abend in Scottsdale. Wir haben einen grandiosen Tag hinter uns. Auf der schmalen Küstenstraße, rechts von uns das unglaublich blaue Wasser.
Und dann über schattige, kurvenreiche Straßen in die Berge, einfach grandios!


 

 

 

 

 

 

Bei „Anabel“ finden wir ein tolles 3 Raum-Apartment, mit allem Komfort! Wir mieten es gleich für 2 Tage. Als erstes fülle ich die Waschmaschine, den Tümmler brauchen wir nicht, unsere Wäsche ist nach 10 Minuten trocken!

Anabel selber ist ein bisschen schrullig, sie redet ohne Unterlass, und immer in der selben Tonlage! Als sie unser Frühstückstablett bringt, sie ist bestimmt noch 12 Meter entfernt, beginnt sie schon erzählen, wo der Toaster, die Milch usw steht. Dann, nach einem freundlichen „God morning“ stellt sie das Tablett ab, und im Weggehen erzählt sie uns die Wettervorhersage und dass wir unbedingt zur „Lavender Farm“ fahren sollten.
Am nächsten Tag „grasen“ wir die Umgebung ab! Ein Tag so richtig zum Genießen. Auch wenn wir zwischendurch mal 15 Kilometer über eine schwierige Gravelroad müssen, Ian hat diese Straßen nicht verboten. Der waschbrettartige Belag ist eigentlich kein Problem, aber in einer langen Linkkurve liegen nur faustgroße, scharfkantige Steine. Kurz vorher sehe ich im Rückspiegel eine dichte Staubwolke. Sofort weiß ich, da kommt ein LKW angebrettert und blinke links, um Jürgen und Bonsai zu signalisieren, runter von der Piste! Oft genug haben wir erlebt, dass die LKW´s mit fast der gleichen Geschwindigkeit, wie auf asphaltierten Straßen, über diese Schotterpisten fahren. Und gerade halten wir links im Gras, da braust die „Staubwolke“ auch schon an uns vorbei, Gott sei Dank ohne mit Steinen zu werfen. Und immerhin bedankt sich der Fahrer mit einem kurzen Hupsignal. Am Nachmittag, nach mehr als 200 Kilometern, zurück in Scottsdale, sind wir alle schon ein bisschen geschafft, hatten wir doch mit 32° den bisher heißesten Tag!
Mittwoch 21. Januar, der 25. Tag unsere Reise, eigentlich habe ich keine Lust, unser Gepäck zu verladen! Ich wäre so gerne noch geblieben – aber- !.
Heute liegt die Lavendelfarm an unserem Weg. Auf unserer Tour 2006 haben wir sie schon einmal besucht, allerdings war damals die Blütezeit vorbei. Zwei Stunden später stehen wir an der Einfahrt zur Farm, ein junges Mädchen möchte 5$ Eintritt haben! Und damit ist für mich das Thema „Lavendelfarm“ erledigt. Kurzerhand benutze ich den großen Parkplatz zum Wenden, und ehe Jürgen und Bonsai wissen, was eigentlich los ist, sind wir schon wieder auf der Straße! Auf den Wiesen blüht überall Lavendel, natürlich nicht in der geballten Masse, aber auch der ist sehr schön anzusehen, und ich muß nicht extra dafür bezahlen!
Via „Low Head“, dem nördlichsten Leuchtturm – hier muß man keinen Eintritt bezahlen-, fahren wir weiter nach Georgs Town. Es ist schon fast 17:00 als wir, nach 300 Kilometern, nach Latrobe reinfahren. Aus den Augenwinkeln sehe ich, das große Motel gleich am Ortseingang ist „no vacancy“, na ja, denke ich, es werden ja wohl noch Motels kommen.
Aber das stellt sich ganz schnell als Irrtum heraus, kurz bevor der Ort zu Ende ist, gibt es noch ein Hotel. Nun wissen wir ja mittlerweile, dass die Hotels meistens einen niedrigeren Standard als das billigste Motel haben. Obwohl, das hier in Latrobe hat 4 Sterne, für was auch immer. Wir beratschlagen mal kurz, dann fährt Bonsai weiter die Straße runter, ich laufe zurück zur Touristeninformation. Aber da empfiehlt man mir auch nur das Motel am anderen Ende Stadt,
oder eben das **** Hotel.
Bonsai kommt unverrichteter Dinge zurück, und so gehen wir gemeinsam in das Hotel und sind begeistert, als wir die Zimmer sehen!
Auf dem kleinen Hinterhof wird uns sogar ein Platz für die Bikes freigemacht. Es stellt sich aber als harte Arbeit raus, die Maschinen durch das schmale Tor zu zirkeln. Und wenn die beiden älteren Herren hinterm Tresen ein bisschen verständlicheres Englisch sprechen würden, wäre auch vieles leichter! Als sie uns wortreich die Sehenswürdigkeiten des Ortes näher bringen, muß ich immer wieder nachfragen, weil ich vieles nicht verstehe. Aber als sie anfangen über den „crazy shop“ zu erzählen, weiß ich sofort, was sie meinen. Ian hatte uns schon erzählt, dass es hier einen ganz verrückten Laden gibt, wo man die skurrilsten Dinge kaufen kann. Und es dauert auch nicht lange da haben wir das Haus gefunden, draußen prangt ein großes Schild – „FOTOGRAFIEREN VERBOTEN“, das ist kein Problem, mein Akku ist sowieso gleich leer! – Bonsai sagt, hier würde ich sogar Eintritt bezahlen - !!
Am Eingang steht ein junger Mann, der uns nicht nur einen Lageplan hinhält, sondern auch noch ein Tablett mit kleinen Süßigkeiten.
Und dann tauchen wir in ein unglaub-liches Sammelsurium, von Kleinen bis zu lebensgroßen Puppen in den unter-schiedlichsten Outfits, über Modeschmuck, bis hin zu antiken Klopapierhaltern. Lampen, Kinderspielzeug, Bücher! Es ist unglaublich. Ich glaube, es sind 17 Räume, alle voll bis zur Decke. Und all diese Dinge kann man kaufen, das meiste ist nicht so teuer. Gerne hätte ich da noch ein bisschen gestöbert, aber pünktlich um 17:00 wird geschlossen, wie alle Geschäfte auf Tasmanien! Und bei den Restaurants ist es ähnlich. Um 20:00 werden wir fast aus dem Speiseraum gekehrt, wir sind bestimmt schon seit einer halben Stunde die letzten Gäste. Okay, sagen wir uns, wechseln wir eben rüber in die Bar! Da knipsen sie dann das Licht um 20:45 aus, obwohl wir da noch sitzen! Bonsai stellt am anderen Morgen fest, dass er während des ganzen Urlaubs viel mehr schläft als Zuhause, er kann das ja immer an seinem „Schnarchomaten“ erkennen.
Wir brechen rechtzeitig auf, die Wettervorhersage ist nicht so toll, obwohl wir beim Verladen unseres Gepäcks schon wieder ins Schwitzen geraten. Aber je weiter wir gen Westen kommen, desto dunkler wird der Himmel, und es wird kalt. In Sheffield, der Stadt der Wandmalereien, halten wir an. Ich möchte einen Pullover unterziehen und mir die Wandbilder ansehen.
Als ich meinen Handschuh ausziehe, fällt ein winziges grauschwarzes Insekt vom Himmel. Direkt auf meinen Handrücken. Sofort durchfährt mich ein so starker Schmerz, dass es mir fast das Wasser in die Augen treibt. Fassungslos gucke ich dieses kleine Vieh an, bevor ich es runterreiße! Kein Einstich ist zu sehen, aber es tut immer noch höllisch weh. Mir ist die Lust an Wandmalerei vergangen, zumal die anderen beiden auch keine Lust haben. Also, bisschen Spucke auf der Hand verreiben, Handschuh an, und weiter geht’s. Wir fahren rauf zur Küste!
Als wir am Table Cape Leuchtturm halten, bläst uns ein kalter Wind um die Nase, aber als ich meinen Handschuh ausziehe, wird mir „warm“. Mist, jetzt ist der gesamte Handrücken leicht gerötet.
Die nächsten zwei Stunden sind nicht gerade berauschend. Viel Verkehr, ziemlich viel geradeaus. Grauer Himmel, damit ist das Wasser der „Bass Street“ rechts von uns auch grau. Und es wird immer kälter! In Burnie tanken wir voll, und in Somerset biegen wir dann links Richtung Süden ab. Wenn ich mir die Landkarte so ansehe, verspricht das eine kurvenreiche Strecke zu sein. Wir wollen bis nach Waratah, um den Wasserfall, der mitten in der Stadt ist, anzusehen. Der Himmel verdunkelt sich immer mehr. Und immer mehr kleine Blätter und kleine Zweige liegen auf der Straße. Manche der großen Eukalyptusbäume neigen sich bedenklich unter dem stärker werdenden Sturm, denn es ist schon lange kein „Wind“ mehr! Als uns die ersten Autos mit rotierenden Scheibenwischern entgegenkommen, fahre ich links raus, weil ich denke, Bonsai muss sein Regenfutter anziehen. Aber es ist ihm zu umständlich, wir fahren weiter sagt er, wird schon nicht so schlimm werden! Das stellt sich bald als großer Irrtum raus, denn es fängt plötzlich an zu Regnen wie aus Kannen, dazu kommt Nebel und der Sturm wird immer stärker! Egal, denke ich, da muß er jetzt durch, denn es gibt nirgendwo auf der schmalen Straße eine Möglichkeit zum Anhalten. Endlich kommt ein Parkplatz mit einem kleinen Holzunterstand, hier kann Bonsai nun endlich seine Goretexmembrane einknöpfen, aber eigentlich muß er es auch nicht mehr! Er ist schon nass bis auf die Unterhose. Als der Regen mal für einen kleinen Moment dünner wird, öffnen sich die Türen der beiden Wohnmobile, die schon vor uns den Parkplatz aufgesucht haben. Im schönsten Aussie-Englisch erzählen uns die nicht mehr ganz jungen Fahrer, dass sie bei dem schlechten Wetter möglichst nicht auf der schmalen Straße unterwegs sein wollen! Aber wir müssen, denn uns fehlt ein Dach über dem Kopf!! Einen Moment später kommt auch eine der Frauen zu uns unter das Holzdach gehuscht und fragt ganz vorsichtig, ob sie einen Kaffee für uns kochen soll! Natürlich sagen wir begeistert: Oh, ja, bitte!
Und dann hält noch ein Van, vier Erwachsene und 2 Kinder schälen sich aus dem Auto. Und wie sofort zu hören ist, Holländer! Und nun stehen wir da in großer Runde, und reden und reden. Das junge Paar ist vor acht Jahren nach Sydney ausgewandert, und nun haben sie die Eltern aus Holland zu Besuch, und , und! Ich trete langsam von einem Bein aufs andere, der versprochene Kaffee ist immer noch nicht fertig. Aber eigentlich müssten wir dringend weiter, das Wetter wird immer heftiger, und es wird immer kälter! Dann dauert es mir zu lange, ich sag zu Jürgen und Bonsai, los, anziehen, wir können nicht mehr warten, wir fahren weiter! Und in dem Moment kommt die Australierin mit einer großen Thermoskanne Kaffee und diversen Kaffeebechern, denn sofort fragt sie die neu Hinzugekommenen, wollt ihr auch Kaffee, oder lieber Tee?
Mit vielen guten Wünschen und großem Winken werden wir später entlassen, schade, dass wir los müssen, war eine nette Runde!
Je westlicher wir kommen, desto schlechter wird das Wetter, dass es hier viel regnet sieht man an der grünen Landschaft, auch wenn momentan über allem ein dicker Grauschleier hängt. Und wie ich auf dem Bordcomputer des Motorrades sehen kann, ist die Temperatur auf 10° gefallen. Der Regen ist ein Problem, aber ich empfinde den heftigen Sturm als gefährlicher, nicht nur dass er mich manchmal regelrecht hin und her schubst, sondern die vielen dicken Äste, die mittlerweile auf der Fahrbahn liegen, stellenweise ist die Straße voll von einem matschigen Brei der abgefallenen Eukalyptusblätter. Aber wir haben keine Chance die Tour zu unterbrechen, es gibt auf den 90 Kilometern keinen Ort und schon gar kein Hotel. Als der Abzweig nach Waratah kommt, zögere ich einen Moment, ob wir überhaupt zu dem Wasserfall hinfahren sollen, aber nun kommt es auf die 25 Kilometer auch nicht mehr an, und vielleicht gibt es dort auch eine Übernachtungs-möglichkeit.
Aber nichts gibt es! An dem einzigen Hotel ist ein Zettel mit einer Telefonnummer angebracht, wo man anfragen kann, ob noch ein Zimmer frei ist! Nee, das ist nicht das Richtige, und der Wasserfall plätschert auch nur so, fast würde ich sagen, das Wasser, welches vom Himmel fällt, plätschert mehr!
Wir sind mittlerweile alle naß! Bei mir sind´s nur Füße und Hände. Irgendwie konnte ich meine Regenhandschuhe nicht gleich finden, ich wollte auch nicht so lange in den offenen Koffern kramen, bis der ganze Inhalt nass ist! Jürgens Jacke ist durch, in seinen Hosentaschen steht das Wasser, aber seine Stiefel sind dicht. Und jetzt zieht er endlich wasserdichte Handschuhe an. Bonsai hat wohl keinen trockenen Faden mehr, er ist klöternaß! Nachdem wir unseren Frust laut schimpfend abgelassen haben, gucken Bonsai und ich noch mal in die Karte, nein es gibt keine andere Möglichkeit, wir müssen die 25 Kilometer zurück an die B18 fahren und rechts weiter in Richtung Zeehan/Queenstown, ja auf Tasmanien gibt es auch ein Queenstown! Nach ein paar Kilometern hupt Bonsai wild hinter mir. Er kommt angefahren und ruft mir zu, da geht doch noch eine Straße links nach Zeehan weg! Okay, hab ich dann wohl übersehen, also, wenden!
Und nun sehe ich es auch, Zeehan 98KM, das ist ja viel dichter als ich dachte, überlege ich gerade, und schaue noch mal mit „einem“ Auge auf meine Karte, die Straße sieht aber merkwürdig aus! Und nun halte ich doch noch mal an, und da sehe ich, ca, 40 Kilometer sind Gravelroad! Nee, nicht bei diesem Wetter! Da fahre ich keinen Kilometer auf einer Schotterpiste! Und damit mache ich die typische Drehbewegung über meinem Kopf, - wenden - Jürgen schimpft wie ein Rohrspatz, nun guckt ihr schon zu zweit in die Karte, und wir sind trotzdem schon wieder verkehrt….! Den Rest bekomme ich nicht mehr mit – grins – ich bin schon auf dem Rückweg!
In den Bergen lässt der Regen etwas nach, aber die Straße steht voller Wasser, und die Sicht wird auch nicht besser, denn nun wird es neblig und kalt. Das Thermometer fällt unter 10° . Meiner rechten Hand kommt die Kälte allerdings sehr zugute, nach dem Insektenstich ist sie so angeschwollen, dass ich kaum noch den Handschuh an- und ausziehen kann!
In Rosebery, nach 90 Kilometern durch dieses mistige Wetter, beenden wir den Tag. Genau in demselben Hotel haben wir vor 3 Jahren schon unsere Tour wegen Schlechtwetter abgebrochen. Hier hat sich während der Zeit nichts verändert, ich habe das Gefühl, es sind immer noch dieselben, etwas stupiden Menschen, die da an der Bar sitzen! Nein, Rosebery ist wirklich kein Highlight. Aber unsere Zimmer haben eine Aircondition mit der man auch heizen kann, so bekommen wir unsere Kleidung bis zum nächsten Morgen wenigstens etwas angetrocknet. Meine Hand ist mittlerweile so angeschwollen, dass ich richtige kleine Wurstfinger habe, und nachdem die „automatische“ Kühlung nicht mehr stattfindet, wird sie immer heißer.
Es ist immer noch kalt und neblig, als wir am Freitagmorgen unseren Weg fortsetzen. In den Bergen zeigt mein Thermometer 6,5° und es nieselt auch wieder ein bisschen. In dem kleinen Cáfe des Museums Bahnhof von Queenstown bekommen wir ein gutes Frühstück, mit heißer Suppe! In den dort ausgelegten Zeitungen ist zu lesen, dass das Unwetter vom Vortag das Schlimmste seit sechs Jahren war. Windgeschwindigkeiten mit bis zu 154 Kmh! Na Klasse, und wir mitten drin.

Nach etwa 80 Kilometern haben wir den Kamm der „Cradle Mountains“ fast hinter uns. Wir schauen in ein grünes Tal, über uns ist strahlend blauer Himmel, und es ist wunderbar warm! Einfach unglaublich!
Vor einigen Tagen schon hatten wir beschlossen, uns für die letzten drei Tage in der weiteren Umgebung von Hobart einzuquartieren. Für die Aussies steht ein verlängertes Wochenende an, Montag 26. Januar ist „Australien Day“. Wie wir auf unseren vorherigen Touren manches Mal erfahren mussten, kann es schwer werden Zimmer zu finden. Nach 270 Kilometern sind wir in New Norfolk und wir gehen auf Zimmersuche. Schon seit geraumer Zeit haben wir alle Pullover von uns „geschmissen“ und unser Motorradzeug ist schon lange trocken! Es ist brütend heiß, deshalb bin ich froh einen schattigen Platz vor der Touristeninformation zu finden! Ich gehe da rein, Bonsai fährt derweil einmal durch die Kleinstadt, um nach einem Motel Ausschau zu halten. Also, der ältere Mann in der Info kann mir nicht so richtig helfen, drückt mir aber doch ein Infoblatt mit einigen B&B in die Hand. Bonsai hat zentrumsnah ein Motel entdeckt, leider war niemand da, den er fragen konnte. Nur ein Zettel mit einer Telefonnummer kommt mir bekannt vor – ! Aber wir fahren trotzdem hin, aus dem gegenüberliegenden Antikcenter kommt ein Mann über den Hof gelaufen und erzählt, seine Frau ist gerade nicht da, aber Zimmer sind frei und zeigen kann er sie uns auch. Scheinbar wird nur ein Teil des ziemlich großen Komplexes bewirtschaftet, jedenfalls legt der Mann alle Schalter am Sicherungskasten um, damit wir drinnen Licht haben. Die Zimmer haben „Jugendherbergscharme“ Bonsais Einzelzimmer hat 4 Etagenbetten. Oh, und das für 3 Nächte? Aber sofort sagt der Mann, nein, die Räume sind nur für eine Nacht frei! Wir überlegen kurz, 120$ ist nicht zu teuer, wenn wir aus dem Motorradzeug raus sind, werden wir die anderen Adressen von der Touristeninfo abklappern! Bei der Gelegenheit kann ich dann auch gleich sehen, ob es irgendwo einen Arzt gibt, denn meine rechte Hand ist inzwischen bis zum Ellenbogen hoch geschwollen, ich wunder mich jedes Mal, dass ich überhaupt noch in die Handschuhe komme. Aber es ist dann doch nicht ganz so einfach, eine andere Bleibe zu finden. Manche haben nichts frei, und andere sind noch schlechter als das, was wir haben. Einen Versuch starten wir noch „Rosis B&B“, das Haus liegt zwar etwas abseits vom Zentrum, aber man kann es zu Fuß erreichen. Nur Jürgen hat keine Lust mehr, er wartet lieber im Zentrum auf uns. Dort gibt es auch Medical Center, da werde ich morgen hingehen!
Als Bonsai und ich in eine kleine Seitenstraße einbiegen, sehen wir schon von Weitem den blumengeschmückten Vordergarten von Rosis B&B. Der Herr, der uns die Tür öffnet, ist wirklich ein „Herr“ sehr englisch! Freundlich zeigt er uns die Zimmer, die im glatten Gegensatz zu den kargen Räumen unserer momentanen Behausung stehen.
Gut hier, sind vielleicht ein bisschen viel Rüschen und Spitzen, aber es ist schon sehr gemütlich! Und es ist gar keine Frage, hier ziehen wir ein! Und nach einigen Überlegungen kommen wir zu dem Entschluss, wir ziehen hier gleich ein! Damit haben wir zwar etwas Geld in den Sand gesetzt, aber Rosis Zimmer sind wirklich so kuschelig. Im Eiltempo holen wir Jürgen ab, dann zurück zu unserer Herberge, Motorradzeug wieder an, Gepäck verladen, und schon sind wir auf dem Weg ans andere Ende des Ortes. Und als Jürgen die gerüschten Zimmer sieht, ist er auch total begeistert! In dem netten Aufenthaltsraum mit antiken Möbeln, altem englischen Silber und Porzellan, mit Spitzendeckchen auf dem Sofa können wir die Abende verbringen!
Am nächsten Morgen, grauer Himmel und der Wetterbericht verheißt auch nichts Gutes! Aber wir machen uns trotzdem auf den Weg zu dem 100 Kilometer entfernten Wasserkraft werk „Gordon Dam“ es liegt am Rande des „Franklin Gordon NP“ Schon nach 40 Kilometern wenden wir auf der schmalen kurvigen Straße, es regnet wieder einmal! Mist! Also, zurück! Links von mir sehe ich blauen Himmel, egal denke ich, wir haben Zeit, fahren wir mal der Sonne entgegen! Und das klappt, irgendwann haben wir nur noch blauen Himmel über uns! Als ich gerade wieder rechts in eine kleine Straße abbiegen will, sehe ich, Jürgen und Bonsai fehlen! Ach denke ich, der Große hat wohl ein Fotomotiv gefunden, und fahre links ran! Und warte! Und warte! Das wird mir dann aber doch zu dumm, ich wende und fahre zurück! Schon hinter der nächsten Biegung sehe ich die beiden am Straßenrand stehen. Was ist? Jürgen guckt mich an, und sagt., mein Motorrad läuft nicht mehr! Wie läuft nicht mehr, frage ich? Hat einmal geruckt dann ist sie noch ein paar Meter gefahren und dann war Schluß! So, als wenn sie kein Benzin bekommt, aber wir haben doch getankt, oder? Ja, vor 50 Kilometern, und am Sprit kann’s nicht liegen, dann müsste meine auch meckern!
Alles lamentieren hilft nichts, die BMW F650 springt nicht wieder an! Ein paar Hundert Meter weiter ist ein kleines Farmhaus, da schieben wir die Maschine hin. Sie so an der Hauptstraße stehen zu lassen ist zu riskant. Wenn sie geklaut wird, müssen wir bezahlen! Also klopfe ich kräftig an die dicke Holztür des Hauses. Nach geraumer Zeit wird sie von einem dicken, kauenden Mann im Unterhemd geöffnet. In kurzen Worten, wahrscheinlich wird sonst sein Mittagessen kalt, erkläre ich ihm die Situation und frage, ob wir die Maschine in seinem Vordergarten ein paar Stunden abstellen können. Er sagt sofort ja! Kommt auch noch mit raus, um mir den genauen Platz anzuweisen! Und dann steigt Jürgen bei Bonsai hinten drauf und wir fahren – bei Sonnenschein – zurück zu Rosi. Und wir bitten sie, unseren Motorradvermieter anzurufen, was sie auch sofort erledigt! Ian ist gerade irgendwo in der Region Hobart unterwegs, ich schildere ihm die Symptome der BMW und schon nach dem zweiten Satz sagt er: I know, I know! Die Maschine hat seit einem Crash immer mal wieder das Problem, dass ein spezielles Ventil im Tank zufällt und damit ist dann die Benzinzufuhr unterbrochen! So wie er mir erzählt war er schon zweimal bei BMW in der Werkstatt aber die können den Fehler nicht richtig beheben. Na toll, und nun? Er verspricht, in ca. 2 Stunden wieder anzurufen er will irgend etwas organisieren. Kurze Zeit später sagt er uns Bescheid, dass er mit einem Hänger kommt, um die Maschine abzuholen.
Gemeinsam fahren wir später zu der Stelle, wo die BMW „geparkt“ ist!
Wieder klopfe ich an der Haustür um Bescheid zu sagen, dass wir das Motorrad abholen. Wieder öffnet der Mensch im Unterhemd, und wieder kaut er! Na ja, von nichts hat er sicher nicht solchen dicken Bauch!
Auf der Rückfahrt ist Ian sehr schweigsam! Plötzlich erzählt er was von seinem „Old Fellow“, der eine Honda „Deauville“ hat, und schon greift er zum Handy und fragt seinen Freund, ob der die Maschine heute Abend noch nach New Norfolk bringen kann. Als Ian uns bei Rosi absetzt, verspricht er, dass die Honda heute Nacht noch kommt! Okay, mit der Aussage sind wir zufrieden! Er fährt zurück nach Hobart, und wir gehen ins Centrum zum Essen. Vor uns auf dem Bürgersteig liegt ein Portemonnaie. Bonsai hebt es auf und wir sehen, es gehört einem Mann. Führerschein, Krankenkassenkarte etc, eben alles, was man so an Dokumenten in der Tasche hat. Und 100$ sind auch noch in der Börse, Bonsai will es nach dem Essen bei der Polizei abgeben. Aber daraus wird nichts, die Polizei ist heute nur telefonisch erreichbar! Also, wieder muß Rosi ran! Sie ruft die Polizeinummer an, erklärt die Situation, und eine halbe Stunde später klingelt es an der Haustür und die Polizisten holen das Fundstück ab.
Am nächsten Morgen findet Bonsai auf seinem Frühstücksteller eine nette Dankeskarte und zwei Bücher über Australien. Rosi erzählt, der Verlierer des Portemonnaies hat die Sachen schon ganz früh abgegeben, er ist zum fischen raus! Seinen Verlust hatte er noch gar nicht gemerkt, bis die Polizei am Abend beim ihm geklingelt hat.
Endlich können wir am nächsten Morgen unser Vorhaben wahr machen und zum Gordon Damm fahren, die Sonne scheint und es ist auch ein bisschen warm! Jürgen nimmt meine BMW 650GS. Ich werde die Honda fahren, das erste Mal, dass ich so ein Motorrad bewege. Schon bei der ersten Bremsprobe merke ich, die Honda hat kein ABS, aber ich gewöhne mich schnell an das Bike. Immer möchte ich sie aber nicht fahren, meine Arme werden lahm, ich liege zu sehr. Gott sei Dank ist meine Hand auch ohne Arzt wieder dünner geworden, sonst wäre es sicher nicht so gut, die Maschine zu fahren.
Montag 26. Januar- Australia Day, wir müssen zurück nach Hobart, und die Bikes abgeben!
Wir wollen nicht den direkten Weg fahren, aber irgendwie ist das heute nicht mein Tag. Das erste Mal biege ich schon in Bridgwater falsch ab, und gleich darauf noch mal falsch! Verflixter Mist denke ich, das ist mir in vier Wochen nicht passiert! Um beim Wenden die dicke Splittschicht auf der Straße besser sehen zu können, mache ich mein Visier hoch, als ich gerade wieder in Fahrtrichtung bin und Gas geben will, kommt mir ein größeres Insekt entgegen geflogen. Instinktiv senke ich den Kopf und versuche, mein Visier zu schließen, aber zu spät, ich merke, wie mir das Tier in die Kinnlade fällt, und sofort verspüre ich auch einen Schmerz in der rechten unteren Gesichtshälfte. Leichte Panik überfällt mich! Ich kann nicht schnell genug anhalten, die Straße liegt nicht nur voller Splitt, sondern hat auch noch ein starkes Gefälle. Bonsai steht etwas weiter unten am Straßenrand und wartet. Als ich neben ihm anhalte, habe ich auch endlich die Helmklappe auf. Ich rufe ihm zu, mich hat ein Vieh ins Kinn gestochen, er guckt und sagt ja, eine Wespe, sie sitzt noch auf deinem Tuch! Er will sie abschlagen, lässt dabei seine Handbremse los, irgendwie kommen wir beide da noch fast ins Straucheln. Langsam werde ich wieder ruhiger, na ja, wenn’s denn nur eine Wespe ist, geht es ja noch. Ich glaube, ich habe keine Wespen Allergie!
Aber irgendwie ist in dem Tag der „Wurm“. Wir müssen noch einige Male wenden, bei einem dieser Manöver rutscht Bonsais Maschine auf einem Bitumenstreifen hinten weg, und fällt sanft auf die Straße. Mit vereinten Kräften stellen die beiden Männer die Maschine wieder in die Senkrechte. Jürgen ist aufgrund der vielen Wendemanöver maulig. Aber es gibt eben keine vernünftigen Wegweiser in der Region. Als wir dann die Tasman Bridge vor uns haben, sind wir auch bald in Hobart. Da passiert mir dann der letzte Clou für diesen Tag. Statt weiter Richtung Hobart-Centrum zu fahren, nehme ich die Ausfahrt Glenorchy-Hobart, im runterfahren weiß ich schon, das war falsch! Der nächste Abzweig ist „Botanicl Garden“ da fahr ich runter – wollte immer schon mal den Botanischen Garten in Hobart besuchen – grins! Okay, das war dann auch das letzte Wendemanöver für diesen Tag. Ich bin froh, als ich den Rundbau des Wrest Point Hotels sehe! Trotzdem fahren wir noch bis nach Sandy Bay! Im Shot Tower finden wir ein kleines Cáfe. Jürgen und ich fahren zurück ins Hotel, mein Bedarf ist für heute gedeckt. Und mein Kinn tut auch weh und schwillt immer mehr an!! Bonsai fährt nach kurzer Pause noch ein bisschen weiter Richtung Süden, wir treffen uns später am Wrest Point. Ich bin froh, dass ich heute nicht auch noch den Weg zu Ian suchen muß, pünktlich um 16:00 holt er uns ab. Mit seinem 125er Roller flitz er durch die kleinen Straßen vor uns her! Auch wenn der heutige Tag ein bisschen hektisch war, finde ich es doch sehr schade, dass wir die Motorräder, nach knapp 2000 Kilometern, abgeben müssen. Später laufen wir dann noch zu dritt zum Salamanca Place, eine kleine Straße am Hafen. Bonsai macht den Guide! Und damit machen wir noch eine etwas größere „Stadtbesichtigung“, die so eigentlich nicht geplant war! Vielleicht haben wir Orientierungsschwierigkeiten weil wir „down under“ sind? – Smile -!
Da wir nicht bereit sind für ein „Continental“ Breakfest, also 2 Scheiben Toast, etwas Marmelade und Butter, 19$ zu bezahlen, kauften wir uns am Abend vorher bei der einzigen deutschen Bäckerei jeder ein Stück Streuselkuchen, zusammen mit einer Tasse Kaffee auf dem Zimmer ist das unser heutiges Frühstück.

 

 

 

 

 

 

 

 Unser Flug nach Melbourne startet schon um 8.45 und wie wir schon vor Tage im Tasmanischen TV gesehen haben, herrscht in Melbourne und Umgebung eine irrsinnige Hitze!. Temperaturen bis 38° sind an der Tagesordnung!