Das dortige Hotel mit Frühstück, den Flughafen
Transfer, eine halbtägige,
deutschsprachige Stadtrundfahrt, und
eine 3-stündige Hafenrundfahrt habe
ich schon über Boomerang gebucht.
Nun sind wir also richtige Pauschal
Touristen, wir müssen uns um nichts
kümmern!
Auf dem Changi
Airport Singapur entdeckt Bonsai
sofort den Mann, der eine Tafel mit
unseren Namen hochhält. Der Driver
bringt uns zum „Parkroyal on
Kitchener“. Er erzählt uns auch,
wann wir zur Stadtrundfahrt abgeholt
werden, und dann gibt er uns auch
gleich einen Zettel, auf dem steht,
dass wir in drei Tagen um 20:00
wieder zum Flughafen gebracht
werden. Das klappt ja alles
hervorragend!

Als wir unser
Gepäck auf dem Zimmer haben, es ist
zwar gleich Mitternacht, gehen wir
noch mal vor die Tür! Ich denke
sofort an Vietnam! Die Fußwege sind
gefährlich. Hier ein hoher
Bordstein, da eine kleine Rampe,
oder es fehlen ein paar
Gehwegplatten, man muß sehr
aufpassen! Und auch hier findet das
Leben auf der Straße statt! (In
Australien bekommt man zu dieser
Zeit nicht mal mehr ein Bier) Hier
sitzen die Menschen immer noch vor
den Garküchen und kleinen
Restaurants und essen, aber fast nur
Männer!

Sehr angenehm
ist, dass es nicht so laut ist wie
in Vietnam, und auch die
Verkehrsdichte ist „ein Lacher“! Und
der nächste Lacher – Singapur, die
sauberste Stadt – das können wir
schon im Dunkeln sehen, dass das
keinesfalls stimmt!

Während der
Stadtrundfahrt erzählt uns die sehr
sympathische Chinesin dann auch, mit
der Sauberkeit ist es wie mit vielen
Dingen, wer neben einem Polizisten
ausspuckt, muß Strafe zahlen! Aber
wer macht das dann auch schon?


Es gibt 5 Mio.
Einwohner, davon ca. 1 Mio
Gastarbeiter. Englisch ist die
Amtssprache, in der Schule muß als
2. Sprache Mandarin, Indisch oder
Malaiisch gelernt werden. Die
Fahrpläne zu dem sehr gut
ausgebauten Verkehrsnetz sind alle
in diesen 4 Sprachen.
Rassendiskriminierung gibt es nicht,
sagt sie! Und dann erfahren wir
auch, wenn sich jemand ein
„Dienstmädchen“ als Gastarbeiterin
ins Land holt, muss er 5000SIG$
Kaution beim Government hinterlegen.
Und zusätzlich muss der Arbeitgeber
noch darauf achten, dass das Mädchen
nicht schwanger wird, dann verfällt
die Kaution an den Staat. Somit muß
der Boß mit der jungen Frau
alle halbe Jahr zum Arzt, für die
Langzeit „Pille“ und das sind dann
wiederum Kosten. Und sicher ist
dieses Problem auch der Grund dafür,
dass z.B. in unserem Hotel nur
Zimmerboys arbeiten. Oder Frauen,
die aus dem gebärfähigen Alter raus
sind! Vielleicht ist es auch einer
der Gründe, warum so viele hübsche
junge Männer eng umschlungen durch
die Straßen laufen.

Wir besichtigen
den Orchideen Garten, der sehr
beeindruckend ist.
Natürlich
lassen wir auch China Town nicht
aus, obwohl, so groß ist der
Unterschied nicht im Vergleich zu
den anderen Stadtvierteln.


Ausgenommen
natürlich das Finanzzentrum, da
ragen die verglasten, glatten
Bürotürme in die Höhe! Wir erfahren
dass es sehr teuer ist, ein eigenes
Auto zu haben, alle Straßen sind
Mautpflichtig, und zusätzlich muß
noch eine hohe Steuer bezahlt
werden.


Aber immerhin
haben 92% aller Einwohner eine
eigene Wohnung, das wird vom Staat
gefördert. Später erkunden wir die
Stadt zu Fuß.

Wenn
es überhaupt einen Gehweg gibt, ist
er so schmal, dass wir nur im
Gänsemarsch laufen können, wobei der
Vorderste dann immer ansagt:“
Achtung kleine Stufe, hohe Kante,
kleine Rampe, und sofort“!


In einem
kleinen Café in einem EKZ lasse ich
versehentlich meinen Rucksack
liegen! Als wir schon diverse
„Rolltreppen“ entfernt sind, kommt
der junge Kellner winkend hinter uns
her gerannt!
Zum Essen
landen wir am Abend in einem
Indischen Straßenlokal, sehr
preiswert sehr nett, wir haben viel
Spaß mit den jungen Kellnern, und
sie mit uns! Das war mit Abstand das
netteste Lokal, wir haben auch im
Hotel gegessen, da war es
unverhältnismäßig teuer! Einmal
waren wir bei einem Chinesen, das
Lokal war so kalt, wie die Suppe,
und die Bedienung sehr unfreundlich.
Ein Phänomen
sind für uns die vielen
Geld-Wechselstuben, vor denen fast
immer lange Menschenschlangen
stehen. Wahrscheinlich hängt das mit
dem bunten Gemisch der
Nationalitäten zusammen, vielleicht
tauschen die vielen Gastarbeiter
ihren Lohn in die jeweilige
Landeswährung, um das Geld dann nach
Hause zu schicken? Es interessiert
uns brennend, aber leider können wir
das Geheimnis dieses „big
business“ nicht ergründen!
