Über Neuseeland nach Australien

2010........

....meine erste Reise alleine nach Down Under..
Hier geht´s ums Reisen... mit dem Motorrad, oder manchmal .....auch ohne!scater

Motorradfahren im Land der langen weißen Wolken, und auch durchs rote Zentrum von Australien!
14.12.2009 - 03.05.2010

 

gruebel

 Upps. schon wieder Wasser!

Sydney 2010, auf dem kleinen Wegweiser im Hintergrund sehe ich, bis Berlin sind es
13.470 Kilometer.....aber dort ist jetzt Winter



14.1.10 Flug nach Sydney

Diesmal komme ich ohne Übergewichtskosten in den Flieger, nicht mal den Laptop muss ich auspacken, aber es dauert endlos. Wieder eine Stunde Verspätung - wie auch schon im vergangenen Januar - nach knapp vier Stunden bin ich in Sydney, es ist noch nicht 20:00 aber schon fast dunkel!
Dafür aber 29 Grad! Ich glaub ich es nicht! Als ich am Victoria Court Hotel bin es richtig stockdunkel. Ich gehe nur noch mal um zwei Ecken, um mir zwei Wasserflaschen zu kaufen, damit ist dieser Tag leider auch schon wieder zu Ende!

15.01.10
Bei Tageslicht sehe ich erst richtig, wie niedlich das kleine Hotel aufgemacht ist, geführt wird es scheinbar nur von Männern – hübschen Männern
-.




Überhaupt, hier in der Victoria Street, ich war hier ja im Januar schon, finde ich ein ganz anderes Sydney. Ein Backpacker Hostel am Anderen. Am Straßenrand verkaufen oder kaufen, die jungen Traveller ihre „Wohnmobile“. Zwei Jungs sind dabei ihren arg ramponiert aussehen roten Toyota auf zu polieren.
Aber der Nikotinfilm der letzten Monate weigert sich energisch, zu verschwinden. Ich höre nur wie die beiden sich anblubbern, wie blöd es war im Auto zu rauchen.

Nichtraucherautos erzielen höhere Preise, das ist ganz deutlich an zahlreichen Angeboten zu sehen. In den Schaufenstern der vielen kleinen Gramuselläden hängen Zettel mit diversen tollen Autos. Kilometerleistung im Schnitt wohl so bei 300.000 aber immer sind sie „technisch einwandfrei“ und meistens eben mit complete kitchen Equipment. Hier gibt es auch viele Angebote für Schlafgelegenheiten, zur Untermiete oder es werden auch neue WG Mitglieder gesucht. Aber man kann auch eine tolle Wohnung für sich alleine mieten – 62 qm – Miete 700$ - aber wöchentlich – und das ist so die Untergrenze!
Hier in Kings Cross kann man noch schlendernderweise die Straße überqueren, ohne totgefahren zu werden. Große Platanen und Gum trees spenden Schatten, in den dichten Baumkronen kreischen die weißen Kakadus. Allerdings bedeuten die großen Bäume für die meist eingeschossigen Häuser auch, Dunkelheit in der Wohnung. Aufgrund dessen brennt hinter vielen Scheiben auch elektrisches Licht.
Auch in meinem Hotelzimmer muss ich Licht anhaben, das ist sicher ein Manko! Das Multi Kulti Treiben ist schon sehr interessant, aber trotzdem laufe ich mal eben in das „andere“ Sydney! Heute ist sogar die St.Mary´s Cathedral geöffnet. Eine sehr imposante Kirche! Das Licht, welches durch die vielen ausdruckstarken Buntglasscheiben fällt, wirkt wie Sonnenschein, ich weiß aber, draußen scheint keine Sonne! Leider ist es verboten Fotos zu machen,selbst die vielen kleinen Japaner halten sich daran!

Und natürlich muss ich auch noch mal ins Queen Victoria Center, dort genehmige ich mir einen ausgezeichneten Lunch bei einem Italiener –Lammfilet! Als der Kellner mit den Teller hinstellt, sehe ich, das Fleisch ist auf einem Linsengemüse angerichtet. Mist denke ich, ich mag keine Linsen, leider wusste ich nicht wie das Zeug auf Englisch heißt!. Aber nun ist es zu spät, und das ist gut so! Denn die Linsen schmecken mir so toll, und es war seit geraumer Zeit mal wieder ein tolles Essen! Frisch gestärkt wandere ich weiter bergauf und bergab durch Sydney, ich wusste nicht, dass diese Stadt so hügelig ist! Abends habe ich Schuhgröße 48!

16.01.10 Flug nach Tasmanien
Morgens bitte ich den Hotelmanager, mir einen Airport Shuttlebus zu bestellen. Ich will rechtzeitig am Flughafen sein, heute fliege ich mit Virgin Blue – eine billig Fluglinie in Aussie, nach Hobart! Pünktlich um 11:15 ist der Bus da, und verlangt 12AU$ ! Für das Taxi zwei Tage vorher habe ich 55$ bezahlt!(war zu spät für´n Shuttle) Und am Virgin Blue Schalter muss ich noch mal 30AU$ für 3 Kilo Übergewicht bezahlen! Aber das ist im Vergleich zu den Emirate Preisen, ja fast geschenkt!

Als ich gedankenversunken am Gate 34 sitze, spricht mich plötzlich ein kleines Mädchen an – vielleicht 8 Jahre – nice glasses sagt, sie und guckt interessiert meine Brille an.
Und dann schnattert sie ohne Unterlass, dass sie schon das dritte Mal nach Tasmanien fliegt, und wie ihre kleinen Geschwister alle heißen, es sind immer-..........hin Drei, und und und!
Ich bitte sie etwas langsamer zu sprechen, damit ich sie besser verstehen kann. Einen Moment ist sie ruhig, und dann sagt sie gaaaaaaaaanz langsam, ja das kenne ich von meiner kleinen Schwester! Happuu, da bin ich doch froh, dass sie nicht gesagt hat: „ Das kenne ich von meine
r Oma“!


Sydney




In Hobart ist die Einreise scheinbar vereinfacht, ich weiß als wir im Janaur hier waren, wurde noch mit Hunden Gepäckkontrolle gemacht, damit auch ja niemand Obst oder Gemüse einführt. Heute steht hier nur eine junge uniformierte Frau, die lautstark die vorbeilaufen Passagiere fragt, ob sie daran gedacht haben ihr Frischobst zu vernichten.
Es ist brütend heiß als ich aus der klimatisierten Halle ins grelle Sonnenlicht kommen. Gott seio Dank ist der Shuttle Bus noch da, so komme ich für 25$ da ist auch schon die Rückfahrt enthalten, to „The Lodges“ on Elizabeth Street. Und nachdem ich mein Gepäck die steile Treppe raufgewuchtet habe, stehe ich schon wieder in einem total plüschigen, aber sehr niedlichem Hotel. Und was noch viel besser ist, fünf Minuten Fußweg, und ich finde ein Restaurant neben dem anderen. Aber der Hammer ist, als ich abends vom Essen komme muss ich die letzten Meter laufen, ein unglaubliches Gewitter mit Regen und Sturm tobt über Hobart. Meine Hauswirtin hatte mir beim einchecken erzählt, es hat seit 6 Wochen in Hobart nicht mehr geregnet! Ich kann’s nicht glauben.




17.01.10
Scheinbar hat es sich ausgeregnet, der Himmel ist blau! An der Rezeption reiße ich mir von einem Block einen kleinen Stadtplan ab, und dann kann ich sogar ohne Jacke loslaufen, zum Salamanca Market. Ich bin in einer Region, in der ich mich nicht auskenne, hier war ich noch nie! Da ich ja gestern Abend schon mal die Elizabeth Straße rauf gelaufen bin, weiß ich, wo die „Mall“ ist. Und wenn ich auf meinen Plan schaue, muss irgendwo hinter der Einkaufmeile rechts weg. Und ich laufe und laufe und laufe, ich bin schon mal rechts abgebogen, weil irgendwo in der Ferne Wasser zu sehen ist, und das ist ja meine Richtung. Dann habe ich das Gefühl, ich befinde mich an einer Ausfallstraße. Ich laufe noch ein bisschen quer ich finde nicht den richtigen Weg. Und dann fallen mir meine Erfahrungen mit den Straßen in Hobart ein. 2006 mit Gerald, Jürgen und Bonsai, als wir nachts durch fremde Vorgärten und über private Terrassen geturnt sind, um ins Wrest Point Hotel zu kommen. Auch im vergangenen Januar war es für mich nicht einfach, mich in Hobart zurechtzufinden. Da bin ich dann mal aus lauter Verzweiflung in den botanischen Garten gefahren. So ähnlich geht es mir jetzt auch, ich fluche vor mich hin. Ich laufe zurück zu der Einkaufsstraße, versuche dort noch mal aus dem Plan schlau zu werden, nee, es passt alles nicht! Ich gehe zurück zum Hotel, in meinem Rucksack ist noch ein richtiger Stadtplan. Und da sehe ich vor mir Wasser und ganz viele Flaggen wehen! Da wird mir klar, dass was ich als „Mall“ betrachtet habe, sind nur eine Vielzahl von Geschäften, die richtige Einkaufsmeile liegt am anderen Ende der Elizabeth Straße, wie ich ein paar Minuten später feststelle. Aber es ist noch nicht mal 15:00 da regnet es schon wieder!
Und wenn ich daran denke, dass ich Morgen meine Motorradtour starten will, habe ich absolut keine Lust –

Hobart

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