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Löttorp/Öland



mit Elch im Garten



Fahrrad-Test Wer kommt mit welchem Klar?


NAVIGATION
Australien 2007
Start:23.09.
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Um
die Mittagszeit fahren wir, vorbei an dem Kopenhagener Airport, auf die
große Öresundbrücke zu. Die Straße verschwindet aber vorher noch in einem
Tunnel und der irre Sound von Bettinas Buell vor mir begleitet mich über die
nächsten vier Kilometer, so lang ist der Tunnel. Die Brücke schwebt an ihrem
höchsten Punkt immerhin 65 Meter über dem Wasser. Der Blick der sich einem
bietet ist schon gigantisch, obwohl, so richtig kann ich es nicht genießen, es gibt keine
Haltebuchten! Nur gleich am Anfang auf dänischer Seite, das merken wir aber erst
als wir schon durch die schwedische Mautstelle sind.
Von dort sieht man die
Brücke dann überhaupt nicht mehr! Auf einem kleinen Rastplatz vertreten wir uns mal
kurz die Beine, es ist viel zu kalt um länger zu stehen, schade, die Sonne ist
in Kopenhagen geblieben. Aber unserer guten Laune tut das keinen Abbruch,
mit viel "Gegacker" machen wir uns auf den weiteren Weg, denn etwa 350 Kilometer liegen noch vor uns. Über Lund und dann bis Hörby fahren wir auf der E22,
da biegen wir dann nach Hör ab. Aha, und nach Ystad geht´s hier auch. Wer die
Krimis von Henning Mankell liest, kennt diesen Ort. Nach und nach werden die Straßen etwas
Bikerfreundlicher, sanfte Kurven, wenig Verkehr, und die Sonne scheint auch
wieder! Es macht sehr, sehr viel Spaß! Aber trotzdem, langsam macht sich unser
weich gerittenes Sitzfleisch bemerkbar. Wir brauchen dringend eine Pause!
Abseits der Straße, auf einer kleiner Lichtung, löffelt Undine in rasender Geschwindigkeit ihre Haferflocken, und dann scheucht sie uns schon wieder weiter!
Anne meint ganz trocken; eine nicht therapierbare Hyperaktive! Über
solche Bemerkungen kann Undine sich schlapp lachen! Bei unserem nächsten
Stopp in Thingsryd müssen wir alle tanken, und das ist immer ein kleines
Abenteuer. Manchmal muß man sich an der Kasse anmelden, um die
entsprechende Säule frei schalten zu lassen. Nun muß die
gewünschte Oktanzahl an der Säule eingestellt werden. Dann muß man auch noch
darauf achten dass man nicht an eine Säule nur für schwedische Kontokarten, die
gibt es auf jeder Tanke mehrfach, fährt! In Thingsryd
machen wir dann auch in
einem kleinen Cafe, mit Blick auf einen See, eine längere Pause. Leider gibt es
keinen Cappuccino für Anne, das Getränk ist nicht in Schweden "angesagt" wie wir
später noch mehrfach feststellen. Über Emmaboda fahren wir weiter in Richtung
Kalmar. Und damit wird die Straße dann auch wieder gerader und eintöniger die
Ortschaften liegen dichter beisammen, der Verkehr nimmt zu. Wir zotteln schon
geraume Zeit hinter einem PKW her. Als wir fast am Ortsausgang sind, hält der
auch noch an einem Zebrastreifen, gerade will ich mich "aufregen" da sehe ich
einen Fasanenhahn von links aus dem Gebüsch kommen, laut
schnatternd humpelt er auf den Zebrastreifen zu. Anne ärgert sich wohl auch über den
Autofahrer der an einem "leeren" Fußgängerüberweg hält, sie schiebt sich rechts an
Undine vorbei, um dann ganz langsam rechts neben das Auto zu fahren um
sich den Typen mal aus der Nähe anzusehen. Und ich denke was
denn nun! Will sie den Fasan platt fahren? Der ist doch wohl schon mal unter die
Räder gekommen! Oder hat sie etwa noch nie einen Fasan aus der Nähe gesehen? Nee, sie hat den Vogel erst entdeckt als er fast vor ihrem Rad
"schimpfend" und humpelnd
über die Straße läuft. Schade dass niemand so schnell einen
Fotoapparat zu Hand hat, es war wirklich ein Bild für die Götter, der humpelnde
Fasan und
die erstaunt guckende Anne, die dann mit einem coolen leichtem Wink dem Autofahrer
wieder "großzügig" den Vortritt lässt! Und wir weiter hinter ihm
herfahren, bis er endlich irgendwo abbiegt.
Von Kalmar bekommt man nicht viel zu sehen. Die Umgehungsstraße führt über
einige Kreisverkehre durch ein
kleines Industriegebiet und dann sind wir auch schon auf der etwa 6 Kilometer
langen Ölandsbron, der Brücke über den Kalmarsund.
Aber nun zieht sich die Fahrerei in die Länge,
irgendwie habe ich das Gefühl wir kommen überhaupt nicht voran. Obwohl, es sind wohl nur noch
60
Kilometer für mich fühlt es sich an wie mindestens 180! Nach 11 Stunden und 709 (lt.BMW-Tacho) Kilometern fallen wir
in Löttorp ein. Binnen kürzester Zeit hat Undine das Haus "bewohnbar" gemacht
alle Versorgungsleitungen angeschlossen, und dann gurgelt die Kaffeemaschine
auch schon vor sich hin. Wir sind Happy, es war eine toller Tag obwohl wir
natürlich schon den einen oder anderen Knochen spüren. Was uns aber nicht davon
abhält mal eben mit den Fahrrädern zum einkaufen zu fahren, und nach dem
Abendessen auch noch eine Radtour von etwa 12 Kilometern zu machen. Als wir dann
kurz vor Mitternacht schlafen gehen, "fällt" mir wahrscheinlich einer der großen
Bäume auf den Kopf, denn ich kann mich nur noch daran erinnern dass ich
mich hingelegt habe!
Am Morgen begrüßt Anne mich; hasst du nicht immer erzählt du schläfst
so schlecht? Das kann überhaupt nicht sein! Du hast so geschnarcht, ich konnte
kaum einschlafen! Äh, ja? Keine Ahnung ich habe nichts gemerkt und nichts
gehört, ich hab so super
gut geschlafen wie lange nicht mehr, grinse ich sie an!
Bettina, die im Nebenhaus schläft, kommt mit großen Augen zum Frühstück und
erzählt; sie hat morgens gegen 4:00 einen Baby-Elch vor ihrem offenen
Zimmerfenster gesehen! Um das Tier nicht zu verscheuchen, ist sie ganz still
liegen geblieben und hat darauf gewartet dass es heller wird. Dann hat sie ganz,
ganz vorsichtig nach ihrer Brille gegriffen um das, doch schon
ziemlich große Geweih, besser betrachten zu können. Und da wurde aus dem
Baby-Elch diese kleine Windmühle, deren Flügel im Halbdunkel einem Elchgeweih
ähnelten! Undine, ich würde mich ja bei dem Erbauer der Windmühle
beschweren! :-))) Jedenfalls haben wir mit der Story am frühen morgen schon viel, viel zum Lachen! Es ist noch nicht mal
9:00 Uhr da haben wir schon ein großes Frühstück hinter uns,
und sitzen auf den
Fahrrädern um zum Strand zu fahren. Der Wind ist recht kräftig aber die
Sonne lacht, aber wir lachen noch mehr! Selbst die Pferde stecken neugierig ihr
Köpfe übern Zaun um zu sehen wer da am frühen Morgen schon so laut schnatternd
und gackernd durch die Einsamkeit fährt.




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