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Australien 2007
Start:23.09.
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Ahrensburger-Bikerinnen on Tour
Undine, (unsere Dudelsack spielende Springmaus, nie kann sie still sitzen und schon gar nicht still
stehen!) kommt im November
2006 zu unserem Bikerrinnen-Stammtisch mit dem Vorschlag; lasst uns doch mal
in der nächsten Saison eine
Motorradtour nach Schweden machen! Kaum einer von uns nimmt den Vorschlag
so
richtig ernst. Draußen ist es dunkel und kalt, und Schweden hat für mich immer
einen kalten, dunklen "Beigeschmack" Auf die Frage wie weit es denn ist, antwortet sie prompt -700
Kilometer- upps! Undine kennt sich aus in Schweden, ihre Eltern haben
auf Öland ein Haus, und seit ihren Kindertagen zieht es sie dort hin. Wir
hören ihr eine Weile zu wie sie voller Begeisterung ein "Referat" über
Schweden hält. Und damit weckt sie nicht nur mein Interesse, auch Anne
fühlt sich angesprochen.
Ein bisschen später entschließen sich auch Triumph Anja und
Bettina von den "Segebergerinnen" die Schweden-Tour mit zu machen.
Anfang Dezember 06 fällt Anne von der Leiter: Fersenbeinbruch! Der Doc sagt; der Fuß wird mindestens vier Monate nicht belastbar sein!
Hektisch "rechnet" Anne und tröstet sich, wenn ich im April wieder laufen
kann, dann kann ich auch mit nach Schweden fahren.
Okay, das mit dem Laufen ist noch nicht so toll, aber sie kann wieder fahren,
manchmal sehr, sehr rasant! Im
Mai wird dann "Triumph Anja" krank, so dass sie nicht mit fahren kann,
wirklich sehr schade! Und endlich ist dann
"der" Juni da. Schon seit Tagen haben wir grandioses Wetter, eigentlich zum biken schon viel zu warm!
Aber als ich am Mittwoch den 13.06.07 morgens
um 5:00 mein Mopped aus der
Garage hole, regnet es ! Laut schimpfend mache ich mich auf den Weg
zu unserem Treffpunkt . Anne und Undine stehen schon an der AB Bargteheide! Und ich dachte ich bin die Erste, weil ich 15 Minuten vor der verabredeten Zeit
bin. Wir schwingen uns in die Sättel, auf nach Lübeck und Bettina einsammeln.
Auch sie ist lange vor der Zeit da! Der Himmel ist grau als wir uns auf die
langweilige Autobahn nach Puttgarden begeben, es ist verdammt kühl
aber trocken!
Undine kauft die Fährkarten für uns, habe ich vielleicht doch "all including"
gebucht? :-)))) Hin und zurück pro Bike 70 Euro auch nicht gerade geschenkt.
Wir stehen noch nicht mal richtig auf der Wartespur, als wir auch schon auf die
Fähre fahren können, das klappt ja wie verrückt! Das
verzurren der Motorräder geht zackig. Nur einen an der Schiffswand befestigten
Spanngurt über die Sitzbank legen und am Schiffsboden einhaken. Wir wollen uns schnell auf die Suche nach der Cafeteria machen, die Fähre benötigt nur 45 Minuten für die Überfahrt nach Rödby,
aber
da fragt
Bettina; hat einer mein Portemonnaie gesehen? Ich habe es hier auf meine Sitzbank
gelegt!
Nein, niemand von uns hat es gesehen, wir sind am zweifeln ob sie es
überhaupt hatte, oder evtl. schon an der Tanke vergessen hat. Nein, Bettina
schwört Stein und Bein, ich habe es hier auf meine Sitzbank gelegt. Sie packt
alle Taschen ihrer Jacke aus, wir "klopfen" sie ab. Der Tankrucksack wird
untersucht, nichts, die Börse ist wie vom Erdboden verschluckt,
und wir
sind uns sicher, ein Fremder war nicht in unserer Nähe. Immer wieder sucht
Bettina ihre Taschen ab, nichts! Das Portemonnaie ist weg. Mittlerweile hat das
Schiff schon den Hafen verlassen, dass heißt, Bettina muss von der dänischer
Seite sofort mit der nächsten Fähre zurück. Nicht nur Geld und Kreditkarten, die sie
natürlich schnellstens sperren lassen muss, ihr "halbes" Leben befindet sich in der
Börse. Wieder und wieder umrunden wir den Platz auf dem ihr Bike steht,
plötzlich hat Undine das
Portemonnaie gefunden, es lag genau auf dem
Kettenschutz. Erleichtert gehen wir dann ganz entspannt einen Papp-Kaffee trinken (3,22€)
oh. oh, na ja, er war immerhin heiß, aber eigentlich hätten wir nach dem
Adrenalinschub einen Schnaps gebraucht!
In Rödby/DK kommen wir zügig von der Fähre und aus dem Hafengelände raus. Und je näher wir Kopenhagen kommen,
desto freundlicher wird der Himmel. Das Fahren macht aber nicht wirklich Spaß,
Baustellen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, und da wo keine Beschränkungen sind,
fahren die dänischen Autos mir ziemlich aggressiv fast bis aufs Nummernschild.
Oder wie in einem Falle, wir überholen ein Auto, als ich neben ihm bin, gibt er
soviel Gas dass ich nicht hinter Bettina wieder nach rechts komme, gleichzeitig
setzt das Auto hinter mir die Lichthupe ein, er möchte mich gerne überholen. Das
nervt mich dann doch ein bisschen. Eigentlich erstaunlich, denn fast jeder kennt
die hohen Geldstrafen der Skandinavier bei Verkehrsvergehen.
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